Monatsarchiv: Juli 2011

Gedankenkarussell – Was braucht die Welt?

Frage nicht, was die Welt braucht.
Frage, was dich lebendig macht und dann
geh aus dir heraus und tu das.
Denn das braucht die Welt:

Menschen, die zum Leben erwacht sind.

Howard Thurman, amerikanischer Mystiker und Poet

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Neulich im Schuhgeschäft oder wieviel Freundlichkeit kann ein Mensch ertragen?

Es ist immer eine besondere Situation, wenn ich shoppen gehe. Denn meine „Verkäufer-Wahrnehmung“ kann ich nicht komplett abschalten. So geschah es denn nun neulich im Schuhgeschäft…

… Sommerschlussverkauf auf einem Samstag, ich suchte Sandalen für die Ferien, der Laden knallvoll, alle Schuhe waren nur noch nach Grössen sortiert, es sah – obwohl es sich um ein gutes Geschäft handelte- dementsprechend nach Wühltisch aus, was mich nicht weiter störte.

In dieser Atmosphäre kommt eine sehr sympathische Verkäuferin auf uns zu und fragt nach unseren Wünschen. Ich antworte: „Wir möchten gern nur schauen.“ Sie geht weiter. Eine Minute später taucht eine sehr sympathische Verkäuferin hinter uns auf und fragt nach unseren Wünschen. Ich antworte: „Wir möchten gern nur schauen.“ Sie geht weiter. Nach einer weiteren Minute taucht diesmal von der Seite eine weitere sympathische Verkäuferin auf und fragt uns nach unseren Wünschen. Ich antworte, mittlerweile amüsiert: “ Wir möchten nur schauen.“ Sie geht weiter. Und nach einer weiteren Minute erscheint die nächste freundliche Verkäuferin. Mein Liebster murmelt: Das ist jetzt Nr. 4.“ Nr. 4 war ein wenig hartnäckiger und blieb in der Nähe, um sofort zu mir stossen, als ich ein Modell in die Hand nahm und ungefragt ihre positive Beurteilung dieses Schuhes von sich gab. Um ein wenig Luft zu bekommen, schickte ich sie nach dem linken Schuh des Paares…

Während ich den Schuh probierte, stellte sie die Vorzüge dieses Modells heraus -wiederum ungefragt und ohne Ende, mit Sicherheit in bester Absicht- „Diesen Schuh können Sie zum Rock und zur Hose und auch zu Dreiviertel-Hosen tragen.“ Sie konnte nicht wissen, dass ich mit Dreiviertel-Hosen auf dem Kriegsfuss stehe und fuhr zu meinen Füssen kniend fort: „Wissen Sie, weil es hier so ausgeschnitten ist, macht das mit Dreiviertel-hosen (ja, sag mein Lieblingswort NOCH einmal) ein schönes langes Bein.“ Bei 1,78 hab ich mit meiner Beinlänge nicht einmal mit Dreiviertel-Hosen Probleme, aber sie war in ihrem Element und spulte alles ab, was sie gelernt hatte, ohne auf meine Reaktion zu achten, ohne zu merken, dass ich all diese Information gar nicht brauchte und wollte und nur aus Höflichkeit ab und zu mal stumm nickte.

Da kam mir eine andere Kundin vorübergehend zu Hilfe, die nette Verkäuferin erzählte mir nun mit einem weiteren Wortschwall, dass sie kurz die andere Kundin bedienen würde, denn die wäre eben schon bei ihr usw. usw. und beteuerte mir innig, sie käme aber gleich wieder zu mir…

Am liebsten hätte ich gesagt: „Wenn ich diesen Schuh kaufe, dann komme ich ganz bestimmt zu Ihnen; aber bitte lassen Sie mich einen Moment in Ruhe überlegen und probieren.“ Die Verkäufer arbeiteten sicher auf Provision und ich kann das gut verstehen, dass man dann am Kunden dranbleibt. Deshalb blieb ich auch weiter freundlich und stumm.

Als ich uns alle also erlöste und mich für den Schuh entschied, ging es weiter: “ Also das Wichtigste an diesem Schuh ist… die Pflege und hier hab ich… , weil gerade dieses Material… usw. usw.“ Ja, ich weiss, Zusatzverkäufe bringen guten Umsatz, aber nein, ich brauche nichts, aber danke. Es war noch nicht vorbei: “ Wie sind Sie denn mit Socken ausgetattet?“ Ich unterbracht sofort: „Gut, ich brauche keine Socken!“ „Wir haben da nämlich gerade ein Angebot und da bekommen Sie… usw. usw.“ Ich wollte nur noch raus aus dem Laden, sie drückte mir endlich den Zettel in die Hand und beschrieb erneut mit vielen Worten: „Bitte gehen Sie jetzt zur Kasse und die ist… usw. usw.“ Hilfe – wenn mir die Schuhe nicht wirklich so gut gefallen hätten – ich wäre einfach gegangen…

Als wir endlich vor der Tür standen, sagte mein Liebster trocken: “ Na, die hatten wohl grad ne Schulung.“ 🙂 Und ich sagte: „Und gleichzeitig bräuchten die jetzt aber eine von MEINEN Schulungen.“ Warum?

Nun- es bringt meines Erachtens nicht viel, Gelerntes wie ein Programm abzuspulen, den Kunden quasi mit Wissen und sogar mit Freundlichkeit zu „erschlagen“. Es ist zuallererst wichtig, auf den Kunden zu achten; wahrzunehmen, wie der sich fühlt; herauszufinden, was der wissen will und braucht, auf ihn eingehen. Im NLP nennt sich das „Rapport aufbauen“ und bedeutet so etwas wie eine „vertrauensvolle Übereinstimmung“ zwischen Verkäufer und Kunden herzustellen. Diese Verkäuferin hätte es wirklich so viel einfacher haben können, mit deutlich weniger Text und Anstrengung…

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Gedankenkarussell – Gross und klein, schwer und leicht

Auch das größte Problem dieser Welt hätte gelöst werden können,
solange es noch klein war.

Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist!
Tue das Große da, wo es noch klein ist!
Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes.
Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.

Laotse

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Gedankenkarussell – die Zukunft

Die Zukunft hat viele Namen.
Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare.
Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.
Für die Tapferen ist sie die Chance.

Victor Hugo

…und ich weiss aus eigener Erfahrung, dass auch die Tapferen – oder wie ich sie lieber nenne, die MUTIGEN- die Eigenschaften „schwach“ und „furchtsam“ kennen… Es kommt immer drauf an, was ich draus mache und deshalb freu ich mich auf meine Zukunft!

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Welcher ist der nächste Schritt?

Jeder Selbständige wird sie kennen, diese Phasen des Durchhängens, in denen man keine Energie hat, nach einer anstrengenden Zeit einfach mal ausruhen muss, in denen nichts recht vorwärts geht und man gar nicht genau weiss, welcher der nächste beste Schritt ist… Das ist zwar lästig, demotivierend und zieht einen runter, aber doch völlig normal und ok – wichtig ist es, da wieder herauszufinden.

Bei mir helfen immer „echte“ Schritte und ich begann wieder regelmässig zu joggen;  Beim Joggen kommt bekommt mein Körper wieder Energie und  mein Gehirn kommt wieder in Bewegung…beim Joggen kommen mir immer ganz wunderbare Ideen. Bei einem dieser Läufe entstand übrigens die Idee meines neuen Blogs hier.

Und das war der nächste Schritt; durch meinen Blog habe ich mich wieder mit „meinen“ Dingen beschäftigt und Eure lieben Kommentare haben mir sehr geholfen und mich bestärkt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. An dieser Stelle noch einmal einen lieben Dank an Euer Vertrauen in mich. DANKE!

Mein nächster Schritt war das Businessfrühstück Xing-Gruppe Ruhrgebiet– wunderbar durchgeführt von der lieben Ulrike(Zauberliebe). Titel: „Doping für’s Business“. Na das kam ja wie gerufen… Wir frühstückten lecker  im Sinne der „5 Elemente“ – ein weiterer Schritt: Ernährung, die dem Körper gut tut, tut auch dem Geist gut. Wir hatten sehr gute Gespräche und Diskussionen, haben Ideen ausgetauscht und gemeinsam entwickelt- es treffen sich da immer die „richtigen“ Menschen; sehr inspirierend und motivierend. Gespräche über das Geschäft, der Austausch, das Tun, das Können helfen dem Geist sehr und stärken das Selbstvertrauen

Der krönende Abschluss war eine kleine Meditation, wir gingen einen Waldweg entlang – mein Weg war sehr stark nach rechts gebogen, meine Perspektive war wie bei einem Videospiel und ich war so schnell unterwegs, dass ich nie sehen konnte, was hinter der Kurve auf mich zukam; mir wurde ein wenig übel dabei… Wir kamen zu einem Haus, mein Haus hatte kaputte Fenster und das Dach war undicht, es sah verwahrlost und unbewohnt aus. Es machte mir aber nichts aus.  Und dann gab es da diesen Garten. In meinem Garten war alles schön – der Himmel war blau; die Sonne schien und wärmte mich angenehm; es war alles grün, das Gras war lang und weich unter meinen Füssen und es gab Gänseblümchen. Auf die Anregung, dass es dort bestimmt auch Werkzeug gäbe, sah ich eine Schubkarre und diverses Gärtnerhandwerkszeug; ich wusste nicht, WAS alles nötig war, ich wusste aber ganz sicher, dass ALLES da war, was ich brauchte  – ein gutes Gefühl. Da waren ganz viele wunderbare Bäume in meinem Garten- ich liebe Bäume –  und dann kam sie, die Frage nach den Früchten… In meinem Garten waren keine Früchte und ich konnte sie auch nicht einfach so „hineinmalen“…

… und das ist mein nächster Schritt – Früchte in meinen Garten zu bringen, wie auch immer ich das anstellen werde; ich werde berichten.

p.s. Ich habe diesen Artikel gestern morgen geschrieben und nachmittags „flog“ mir eine Frucht in den Garten, die so gross ist, dass ich noch gar nicht weiss, ob ich sie überhaupt ernten kann… Eines ist aber sicher, meine Schrittfolge war für mich richtig, denn sie hat mich zu einem neuen Auftrag geführt:-)

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Widde widde wie sie mir gefällt…

Aufgrund der positiven Resonanz auf Pippi-Langstrumpf in diesem Beitrag und um auch eine weibliche „Heldin“ vorzustellen:-), veröffentliche ich noch einmal einen Auszug aus einem alten Beitrag von 2007:

pippi_klein.jpg

Pippilotta Viktualia Rollgardenia Schokominza Ephraimstochter Langstrumpf, das ist ihr voller Name, gewaltig….

Also mal ehrlich, wer wäre nicht gern  wie Pippi Langstrumpf oder hätte wenigstens eine solche Freundin? Pippi ist stark, mutig, klug, selbstbewusst, lustig, kreativ, unkonventionell, reich, unbeschwert, patent, immer fürIhre Freunde da, sie glaubt an sich, hat für alles eine Lösung, sie hat sich ihr kindlicpippi-briefmarke.gifhes Gemüt behalten und macht sich ihre Welt widdewidde sie ihr gefällt… Das ist doch grossartig, oder? Deshalb haben eine liebe Freundin von mir und ich sie auch als ein Vorbild erkoren und ihr Lied zu unserer Hymne:-)

 

 

 

Lied (mit Real Player)

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach‘ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ….Hey – Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey – Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.

Ich hab‘ ein Haus,
ein kunterbuntes Haus
ein äffchen und ein Pferd,
die schauen dort zum Fenster raus.
Ich hab‘ ein  Haus,
ein äffchen und ein Pferd,
und  Jeder, der uns mag,
kriegt unser 1 x 1 gelehrt.

Hey – Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey – Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.

3 x 3 macht 6 – widdewidde
Wer will’s von mir lernen ?
Alle groß und klein – trallalala lad‘ ich zu mir ein. 

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Zorro

Wenn Du aufmerksam gelesen hast, hast Du in meinem „über mich“ diesen selbstzeichneten Zorro gefunden und hast Dich vielleicht gefragt, was es damit auf sich hat…

Zorro  hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Und die erschloss sich bei der Wahl des Kostümes für meinen ersten Karneval hier in der Altstadt von Düsseldorf. Denn mein Liebster entschied sich, als Zorro durch die Welt zu gehen, ich war begeistert von diesem Helden und es hat einen Heidenspass gemacht, ihn dafür mit Degen, Hut, Augenbinde, Stiefeln, einem scharzen Rüschenhemd und wehendem Umhang auszustatten. Er hat seine Rolle für mich so überzeugend gespielt, dass ich ihn heute manchmal „Zorro“ rufe… 🙂

Wusstest Du, dass „Zorro“ das spanische Wort für „Fuchs“ ist? Das habe ich bei meinen Recherchen bei Wikipedia gefunden. Ein absoluter Klassiker ist die Verfilmung „Im Zeichen des Zorro“ (1949) mit Tyrone Power, der tagsüber als unscheinbarer und feiger Landedelmann Don Diego de la Vega ein geruhsames Leben führt und sich  nachts im schwarzen Umhang und mit Augenbinde zum Rächer des Volkes verwandelt. Dabei kommen ihm seine herausragenden Fechtkünste zugute; als „Markenzeichen“ hinterlässt er bei seinen Gegnern stets ein geritztes „Z“.

Ich mochte die Geschichte um diesen Helden schon als Kind- es gab auch eine Serie, die ich mit meinem Vater immer schaute – doch meine Lieblingsversion ist „Die Maske des Zorro“ mit den beiden grossartigen Schauspielern Anthony Hopkins und Antonio Banderas.

Keine geringere als die wunderbare Schriftstellerin Isabelle Allende hat Zorro zu Papier gebracht, auch sie war nach eigener Aussage fasziniert von Zorro und hat sich von Antonio Banderas inspirieren lassen…¨

Was ist es, das diesen Helden fast ein ganzes Jahrhundert überleben lässt, was macht seine Fasziniation aus? Ich glaube, die Faszination liegt in den Werten, für die er steht. Zorro – mit Beinamen „Der Gerechte“ – steht für Gerechtigkeit,  er weiss immer, was richtig und was falsch ist; er steht zu seinen Überzeugungen und kämpft dafür. Er setzt sich für andere Menschen ein und riskiert dafür sogar sein Leben. Und er will nicht einmal den Ruhm dafür, sondern versteckt sich hinter der Fassade eines scheinbar feigen Edelmannes. Seine Geschichte birgt Geheimnissvolles, Abenteuerlust, Freiheit, Begeisterung, Romantik und Leidenschaft, und am Ende gewinnt das Gute und die Liebe…

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