Gedankenkarussell – der innere Ratgeber

Ziel eines sinnvollen Lebens ist,
den Ruf der inneren Stimme zu hören
und ihm zu folgen.
Der Weg wäre also, sich selbst erkennen,
aber nicht über sich richten
und sich ändern wollen,
sondern das Leben möglichst der Gestalt anzunähern,
die als Ahnung in uns vorgezeichnet ist.

Hermann Hesse

Bildquelle

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24 Kommentare

Eingeordnet unter Blickwinkel, Gedankenkarussell, Leben, Motivation, Philosophieren, Veränderung, Visualisieren, Wahrnehmung, Werte, Ziele

24 Antworten zu “Gedankenkarussell – der innere Ratgeber

  1. Nicht richten und nicht ändern wollen, das sind zwei überaus wichtige Aspekte.
    Das ist ein Lernprozess, der uns immer mehr zu dem Menschen werden lässt, der wir schon längst sind, von Ewigkeit her.
    „. . .Die Gestalt, die als Ahnung schon in uns vorgezeichnet ist. . .“, wunderbare Worte, die mich an einen Spruch eriner, den ich mal gelesen habe: “ Einen Menschen lieben bedeutet, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat.“
    Es grüßt Dich: Die Beate

  2. Werner

    Ja, manchmal lohnt es sich alte Weiheiten auszugraben.
    Und wenn man noch ein wneig weiter gräbt, findet man noch älteres (aber im Grunde fast das selbe).

    Γένοιο οἷος ἔσσι.
    Genoio, hoios essi.
    „Werde, der du bist!“
    Mahnung des Dichters Pindar, neben „Γνῶθι σεαυτόν.“ („Erkenne dich selbst!“) eine der berühmten Inschriften von Delphi. Damit ist die Entwicklung der Persönlichkeit mit dem Auftrag zur Selbsterkenntnis verbunden. Adressat dieser Aufforderung war Hieron I., der Herrscher von Syrakus und Sieger im Wagenrennen bei den Pythischen Spielen in Delphi. [6]
    Dieser Satz wird auch von Martin Heidegger in seiner Schrift Was ist Metaphysik? zitiert. [7]
    Die beiden Sätze kombiniert, bedeutet es:
    „Erkenne, wer du im Kern deines Wesens bist, dann versuche es zu werden.“
    Anlass des Chorliedes war der Sieg Hierons mit dem Viergespann, der kurz zuvor (etwa 475 v. Chr.) die Stadt Aitna (Αἴτνα) gegründet hatte.
    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_griechischer_Phrasen/Gamma)

    Zum Bild: Bis ich das wirklich erkannte in seiner Doppeldeutigkeit, hats shcon auch ne weile gedauert.

    • Lieber Werner, danke Dir für Deine Zitate und die interessante Zugabe zum Thema… werde, der Du bist… den Kern erkennen… das sind tief gehende Worte, die wir heute leider im Zuge unserer „schnellen“ Gesellschaft oft genug vergessen. Aber ich bin positiv, dass immer mehr Menschen sich darauf besinnen und innehalten… so erlebe ich es. Freut mich, dass die Doppeldeutigkeit angekommen ist, danach habe ich auch lange gesucht:-) Liebe Grüsse Andrea

  3. Also sozusagen „leben und leben lassen“, nur im umgekehrten aber dennoch weiterhin positiven Sinne. Fein das, gefällt mir!

  4. liebste andrea
    ohh das gedicht passt so gut auch zu mir, darf ich das noch nachträglich bei mir in meinen post einbauen?:)
    meine wegweiser erkenn ich auch immer klarer. meine innere stimme ist mein bestes navi und ich weiß, dass es keine sackgassen gibt 🙂

    allerliebste grüße von babsi

    • Liebste Babsi, das darfst Du auf jeden Fall von Herzen gern – schön dass es Dir auch so gut gefällt! Der Vergleich mit der inneren Stimme und dem Navi gefällt mir sehr, Du Liebe, und genau- wenn wir mal an einer Sackgasse stehen sollten, dann berechnen wir die Route einfach neu und finden einen anderen Weg:-) Allerliebste Grüsse Andrea

  5. Wenn das mal so leicht wäre, liebste Andrea, das wär ja schön!
    Vielleicht hat der Herr Hesse das ja am Ende seines Lebens geschrieben 😉
    Herzensgrüße von Dori

  6. zorro2011

    Liebste Andrea, für mich ist das sehr „Folge deinem Herzen“ und sich selbst zu lieben! Hat Meister Hesse natürlich in viel schönere Worte „verpackt“!!! Und mit guten sponsoren an der Seite ist das auch ganz leicht 🙂 Einen dicke sonnige Umarmung von deinem Zorro

    • Mein liebster Zorro, ich finde die Worte von Herrn Hesse auch schön, aber Deine kommen so direkt von Herzen und finden den Weg in meines! 🙂 Ja, mit guten Sponsoren an meiner Seite geht alles viel Leichter und damit meine ich wirklich „alles“ 🙂 Eine sonnige Herzensumarmung zu Dir zurück, Deine Andrea

  7. Na, da bin ich doch dran und liege damit vollkommen richtig! *lach* und *freu*

    Sonnige Herzensgrüße zu dir, du Liebe!
    Elisabeth

  8. Hase

    Liebste Andrea,
    das sind weise Worte und das Bild fasziniert mich sehr. Vielen Dank.
    Ja, dem ist heute eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
    Ein schönes Wochenende
    herzliche Grüße
    Erika

    • Liebste Erika, schön, dass Du „trotzdem“ noch liebe Worte gefunden hast:-) Das Bild finde ich auch sehr faszinierend und wirkt auf mich jedes Mal ein wenig anders… Einen schönen Feiertag, sonnige Herzensgrüsse Andrea

  9. Liebe Andrea,

    sich nach niemand richten uns sein eigenes Ding zu machen ist der richtige Weg. Es ist allerdings ein weiter Weg sich selbst zu erkennen und es gelingt nicht immer, dem Ruf der inneren Stimme zu folgen.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Harald

    • Lieber Harald, so sehe ich es auch – es ist der richtige Weg, manchmal finden wir ihn nicht oder manchmal schaffen wir es nicht, ihn zu gehen, aus welchen Gründen auch immer. Ihn immer im Auge und als Richtung und Ziel zu behalten, das hilft schon sehr… Liebe Sonnengrüsse zu Dir, Andrea

  10. Weise Worte – nur das Leben danach fällt uns so schwer
    Liebe Grüsse zentao

  11. Ulf Runge

    Liebe Andrea,
    die innere Stimme zu hören, das ist bei all dem „Krach“ um uns herum eine Herausforderung. Erst wenn ich ganz still bin und in mich hineinhöre, dann vermag ich auch meine innere Stimme zu hören.
    Wobei: Es kann auch passieren, dass dann da ein Chor singt. Der noch einige Übungsstunden vor sich hat…

    Liebe Grüße,
    Ulf

    • Werner

      ja, ulf, wer hat schon diese ruhe….
      und wer ist bereit, weiter zu üben?
      Und wenn es gelingt, dann entsteht so etwas:

      Konzertgenuss

      Im Halbrund des Chorraums
      Sechsundzwanzig Stimmen
      Durch unsichtbare Linien verbunden
      Mit einem ruhenden Pol.
      Ruhig, doch keineswegs unbewegt
      Gibt er den Takt. –

      Im Halbrund des Chorraums
      Zusammen klingende Stimmen
      Sich mischend im Kirchengewölbe
      Eins werdender Klang
      Hörbar gewordene Harmonie
      Oh magnum mysteria.

      w.b.

    • Lieber Ulf, je älter ich werde, desto mehr brauche und schätze ich ab und zu die Stille – kein Radio, kein Fernsehen, kein gar nichts am liebsten; dann kann ich meine Gedanken wieder „hören“ und mich auf mich selbst besinnen; die innere Stimme hab ich immer mehr trainiert und zum Glück drückt sie sich auch oft über (Bauch)Gefühle aus, wenn es mal drumrum zu laut ist:-) Ich bin gespannt auf das Konzert Deines Chores:-) Liebe Grüsse Andrea

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