Monatsarchiv: Oktober 2011

Zeitreisen…

Der Zeitpunkt unserer Heimreise aus Belek fand genau an dem Tag statt, am die Uhr umgestellt wurde… und da wir „netterweise“ von einem ganz wunderbaren Flug um 11.40 auf einen Flug um 05.30 umgebucht worden waren (grrr) und wir an unserem letzten Abend die Nachricht vorfanden, dass wir um 02.20 (!) abgeholt wurden (grrr), lag zwischen unserer Abholung und der Zeit des Abfluges genau die Zeitumstellung. Ein etwas verwirrendes und unsicheres Gefühl.

Wir gingen zur Rezeption und bestellten einen Weckruf für 02.00 Uhr, denn ein paar Stündchen wollten wir dennoch schlafen. Aber halt – 02.00 NEUE Zeit stand auf dem Fax und der freundliche Rezeptionist wollte uns aber um 02.00 ALTER Zeit wecken… „Stellen Sie einfach vor dem Schlafengehen Ihre Uhr um und wir wecken Sie dann um 02.00.“ Aber weckte er uns dann nicht eigentlich schon um 01.00 Uhr? Wir grübelten hin und rechneten her und gingen das „Risiko“ ein und änderten unseren Weckruf bei seinem auch sehr freundlichen Kollegen auf 03.00 Uhr, ALTE Zeit:-).

Um halb 12 lagen wir dann im Bett und waren gerade wunderbar eingenickert, als das Telefon neben mir klingelte und mich das erste Mal aus dem Schlaf riss… Der erste nette Rezeptionist, er entschuldige sich für den späten Anruf (grrrr), aber da wäre ja ein Fehler passiert, wir würden um 02.00 abgeholt und uns um 03.00 wecken lassen. Nachdem ich ihm kurz und knapp (grrr) erklärte, dass das alles so richtig sei, legte ich auf und schlief langsam wieder ein. Bis uns dann um 03.00 der Weckruf wieder aus dem Schlaf riss und wie ferngesteuert machten wir uns fertig und gingen los – total pünktlich und in der richtigen Zeit unterwegs – er hätte es zwar gut gemeint, aber dieser Herr hätte uns eine Stunde von unseren kostbaren 3 1/2 Stunden Schlaf gekostet…

Als wir dann etwa auf dem Flug darüber nachdachten, wann wir eigentlich in Düsseldorf landen würden, sagte der Liebste, um 8.30 und wir guckten uns lachend an – „NEUE Zeit“? (Zur Info, in der Türkei mussten wir die Uhr 1 Stunde vorstellen). Ja, wir landeten um 08.30 neue Zeit und durch all diese Zeitreisen kann ich morgen 2 Stunden länger schlafen, wenn ich um 06.00 aufstehe:-).

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Die Welt ist so, wie Du sie denkst…

… das ist schon viele Jahre einer meiner Lieblingssätze, ich habe zahlreiche Literatur in der verschiedensten Form darüber gelesen, The Secret, Das Geheimnis des Herzmagneten, Das Lola-Prinzip, Law of Attraction usw. usw.

Zum Geburtstag  schrieb mir  eine liebe Bekannte jetzt diese Zeilen, denen ich auch voll und ganz zustimme:

Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist,
wir sehen sie, wie wir sind.

Anäis Nin

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… und ab heute werden uns wir eine Woche lang einen neuen Teil der Welt anschauen, wie WIR sie sehen:-)  Bis bald Ihr Lieben, lasst es Euch gutgehen.

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Bahnfahren

Wer mich schon länger kennt weiss, dass ich Bahnfahren nie besonders mochte. Das hat sich geändert! Ja wirklich, ich bin jetzt beruflich häufig unterwegs, quer durch Deutschland und wenn ich auch noch immer lieber fliege (und das nicht nur, weil der Flughafen 10 Minuten und der Bahnhof 20 Minuten entfernt sind), habe ich die Vorzüge der Bahn mittlerweile zu schätzen gelernt. Vor einem Arbeitstag kann ich morgens im Zug in Ruhe meine Unterlagen noch einmal durchschauen und mich vorbereiten oder – wenn es mal schrecklich früh am Morgen ist- noch ein wenig dösen. Nach dem Arbeitstag kann ich entweder mit dem Feedback schreiben beginnen, etwas lesen oder mich einfach erholen, was mit dem Auto alles nicht möglich wäre, zudem ich meistens auch noch irgendwo im Stau stände.

Düsseldorf liegt verkehrstechnisch wirklich ausserordentlich praktisch, und wenn ich die 300 km nach Mannheim im Zug in 2 Std. schaffe, dann hab ich wirklich Zeit gespart – als der ICE plötzlich 300 km/h fuhr, wurde mir allerdings doch kurzfristig etwas mulmig:-).

Es gibt nur eine Sache, an die ich mich wahrscheinlich auch irgendwann gewöhnen werde, aber im Moment ist es noch ein wenig einschränkend: Wenn ich umsteigen muss und die Umsteigezeit knapp ist, dann werd ich schnell ein wenig nervös, ob ich den Anschluss kriege; ich muss zig-mal auf das Ticket schauen und kann mir noch immer nicht merken, auf welchem Gleis der Zug losfährt und in welchem Wagon welche Platznummer für mich reserviert ist; wenn ich es mir endlich gemerkt habe, kommt eine Durchsage, dass die Wagons heute umgekehrt gereiht sind:-) und last but not least hab ich auch schon mal Angst, dass ich vielleicht in den falschen Zug eingestiegen bin:-) Im Flugzeug kann das nicht passieren, da kontrolliert nochmal jemand die Boardkarte, im Zug merkt es der Schaffner vielleicht erst nach ein paar Stationen…

Apropos Schaffner, das Personal der Bahn ist meist sehr freundlich, neulich bekam ich zu meinem Mineralwasser von einem netten Mitarbeiter sogar Schokolade dazu geschenkt… und als ich im Hotel eincheckte, da war die ganze Crew auch dort gebucht und sie erkannten mich sogar auch wieder:-)

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Japanischer Garten

Am letzten Samstag war in Düsseldorf der Japantag. Wir waren bei dem wundervollen Feuerwerk über dem Rhein, ein absolutes Highlight. Was die Japaner für Düsseldorf bedeuten, finden wir bei Wikipedia; ich mag die Japaner, sie gehören zum Stadtbild, sie sind freundlich und nett und ich liebe ihr Essen! In unserem Park um die Ecke gibt es einen Teil, der „Japanischer Garten“ heisst und mich jedes Mal wieder total fasziniert:

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Gedankenkarussell – Ursache und Wirkung

Solange wir uns trösten (mit zuviel essen, zuviel shoppen usw.),
machen wir uns nicht frei von dem Leid,
das wir mit uns herumschleppen.

Alles, was wir unterdrücken,
kommt irgendwann vehement wieder an die Oberfläche.

Wenn wir versuchen,
einer schmerzlichen Situation zu entfliehen,
fliehen wir gleichzeitig vor den Dingen,
die es uns erlauben würden,
uns davon zu befreien.

Claudia Rainville, „Metamedizin, Jedes Symptom hat eine Botschaft.“

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… und das hab ich schon vor langer Zeit einmal gelesen und aufgeschrieben, es aber nie veröffentlicht, heute fiel es mir wieder „in die Finger“… passt ja zu meinem Beitrag über die Rosen-Methode…

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Die Rosen-Methode – Zweiter Teil

Die Rosen-Methode (, von der ich hier bereits schrieb,) ist weder Psychotherapie noch Physiotherapie, obwohl Menschen dadurch körperlich wie seelisch gesunden können. Die Rosen-Methode wendet sich an etwas anderes im Menschen. Praktizierende haben ein Ziel im Auge, die Klienten sollen eine neue Dimension in ihrem Leben erreichen und entwickeln. Als ich mit der Arbeit begann, war ich ganz aufgeregt, wenn Klienten ihre Traurigkeit spürten. Dann kamen andere Menschen zu mir und sie fanden ihr Lachen und ihre Freude. Deshalb ist es mein Bestreben, Klienten zu helfen, Zugang zu genau den Gefühlen zu finden, die sie unterdrückt haben. Und die unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.

Die Rosen-Methode ist ein Weg, Gefühle und Erfahrungen über den Körper zu spüren. Der Körper lügt nicht. Durch die Atmung und die Muskulatur zeigt der Körper die Wahrheit unserer Gefühle. Durch Muskelverspannungen unterdrückt der Körper Gefühle und Eindrücke, die wir zum Zeitpunkt ihren Entstehens nicht verarbeiten konnten. Auf diese Weise vergessen wir oft, was wirklich passiert ist. Aber die Gefühle und Erfahrungen bleiben in uns, lagern im Körper – und es kostet uns viel Kraft, sie im Unbewussten zu lassen. Die Muskelverspannungen behindern auch den freien Atemfluss im Körper. […]

Die Rosen-Methode trägt zum inneren Wachstum eines Menschen bei – und das scheint ihre wichtigste Funktion zu sein.  Das innere Wachstum hat entscheidenden Einfluss auf die Klienten – körperlich, emotional und geistig. Wir wenden uns genau an jenen Teil, der uns am Wachstum hindert, an die Barrieren.  Sind die Barrieren beiseitegeräumt, dann kommt das Wachstum als direkte Konsequenz, ganz ohne Hilfe von aussen oder Anstrengung.  Menschen können sich entspannen. Als Folge davon erreichen sie grössere Beweglichkeit, sie verlieren ihre Schmerzen, alle Organe arbeiten zuverlässiger und die Atmung verbessert sich. Das führt zu einem ganz anderen Ausdruck in ihrem Gesicht und zu einer völlig anderen Haltung.

Dem Klienten wird bewusst, wie gross ihr eigener Anteil ist an den Einschränkungen, die ihr Leben behindern. Damit kommen sie an einen Punkt, von dem aus sie ihre Handlungen verändern können. Wenn die Barrieren gefallen sind, können die Menschen sich öffnen und zeigen, was in ihnen steckt: Liebesfähigkeit, Kreativität, Denkvermögen. Sie können allen diesen Eigenschaften erlauben, Teil ihres Lebens zu werden. Der Prozess des Versteckens wird umgekehrt. Statt alle Energie darauf zu verwenden, das zu unterdrücken, was sie sind, können sie sich jetzt erlauben, gerade das hervorkommen und sichtbar werden zu lasssen. So wird ihnen der Reichtum des Seins deutlich.[…]

Die Menschen hatten während einer Sitzung eine Menge emotionaler Erlebnisse. Es war notwendig für die Veränderung, denn erst wenn die Menschen mit ihren Gefühlen in Kontakt kommen, kann sich ihr Leben wandeln. […] Ich verstand jetzt, dass das Entdecken des eigenen Selbst nicht reicht. Die Klienten müssen handeln, sie müssen einen Beitrag leisten, als die Menschen, als die sie sich entdeckt haben. Es reicht nicht, herauszufinden, dass wir lieben können, es geht auch darum, zu lieben. Es reicht nicht, herauszufinden, dass wir das Zeug zum Künstler haben, wir müssen dieser Kunst auch Ausdruck verleihen. Wenn wir mütterlich oder väterliche Gefühle entdecken, dann müssen wir sie in unseren Beziehungen zu anderen ausleben. Wenn das geschieht, scheint das Leben vollkommen zu sein.

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Die Rosen-Methode

Ich beisse… ja Ihr werdet es vielleicht von mir nicht glauben, aber ich beisse…;-) Meistens nachts und nicht absichtlich, aber dafür umso heftiger. Schon als Kind hab ich mit den Zähnen geknirscht und ich hatte auch schon verschiedenste Beissschienen und Behandlungen und soviel Stress hab ich nicht, dass nur Stress der Grund sein kann… Zur Zeit bin ich wieder dran am Thema, weil sich meine Zähne schon verschoben haben, ich auch tagsüber oft „die Zähne nicht auseinander bekomme“  und ich viel Kopfschmerzen habe vom Beissen… Und da bin ich auf eine wunderbare Atemtherapeutin getroffen, die auch kraniosakral, osteopathisch arbeitet und nach der Rosen-Methode.

Die Rosenmethode  ist eine Form der Körperarbeit, die auf die behutsame Befreiung unterdrückter, im Körpergedächtnis festgehaltener Gefühle zielt. Ich habe mir das Buch  gekauft, in dem die heute 97 Jahre alte Marion Rosen zu Wort kommt und einige dieser Worte, die mein Herz berühren, möchte ich mit Euch teilen:

„Wir wollen uns oft nicht so zeigen, wie wir sind, deshalb bauen wir mit Hilfe unserer Muskulatur Schutzwälle um unsere Verletzlichkeiten. Wir fürchten, dass unsere Umgebung unser tieferes Ich beschädigen könnte und sparen deshalb diesen Teil unseres Lebens manchmal ganz aus. Trotzdem sind wir stets auf der Suche nach diesem verborgenen Juwel – aber Gefühle wie Schmerz, Ärger, Trauer hindern uns daran, den inneren Schatz zu finden. Wenn es uns schliesslich doch gelingt und das wahre Selbst hervorkommt, dann stellen wir fest: Ich wusste nicht, dass ich so lieben kann und so geliebt werde.“

[..] „Bei der Körperarbeit nach der Rosen-Methode berühren wir Menschen. Es ist eine besondere Berührung, die den Kontakt zum Körper herstellt. Wir sagen, wir haben neugierige Hände, die Verspannungen im Körper erspüren und Bereiche finden, die nicht durch Atmung bewegt werden. Es ist ein Prozess, der durch den Körper zur Wahrnehmung der Gefühle führt. Das Ziel ist es, Menschen zu helfen, ihr Potential zu entdecken und zu nutzen.

Und wer aufmerksam bei mir und auf meine Homepage liest, weiss, dass dieses Ziel auch meines ist mit meinen Klienten und da ist es kein Wunder, dass mich diese Methode und Lebenseinstellung im Herzen berührt…

“ Zu dem Prozess der Rosen-Methode gehört, Raum für Gefühle zu finden und diese Gefühle zu aktzeptieren. Wenn Menschen sich selber erkennen und völlig so sein können, wie sie sind, dann zeigt sich ein vertrautes persönliches Wissen von ssich selbst.  Indem wir sie mit aufnahmebereiten Händen berühren, schaffen wir Raum für die innere Stimme der Klienten. Aus diser Authentizität entsteht die Akzeptanz, die Hingabe, das Erkennen des wahren Kerns. Menschen verstellen sich den Blick auf sich selbst durch Ablenkungen, Scham, Verpflichtungen, Konkurrenzverhalten usw. Erst wenn sie diese Hürden erkennen, spüren sie, wie hinderlich, eingrenzend und völlig unnötig sie sind. Der Atem kann dann frei durch den ganzen Körper strömen; Wandlung wird möglich. […]

Die Körperarbeit der Rosen-Methode beginnt mit der Arbeit am Individuum und seinem persönlichen Wachstum, aber sie hört da nicht auf.  Das Wachstum des einzelnen führt zu Veränderungen, und diese setzen sich wie in einer Wellenbewegung weltweit fort.  Das Wunderbare ist, dass es niemals aufhört. Wir wissen nicht, wohin es führt – die Möglichkeiten sind unendlich.“ (Fortsetzung folgt)

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