Sinn ist…

Sinn ist nichts, über das man stolpert, so wie die Antwort auf ein Rätsel oder der Preis bei einer Schnitzeljagd. Sinn ist etwas, das man selbst im Zentrum seines Lebens aufbaut.

Man erbaut es aus seiner Vergangenheit, aus seiner Zuneigung und Loyalität, aus den Erfahrungen der Menschheit, die man ererbt hat, aus seinen eigenen Gaben und seinem Verstand, aus all dem, woran man glaubt, aus den Dingen und Menschen, die man liebt, aus den Werten, für die man etwas aufzugeben bereit ist.

Alle Zutaten sind vorhanden. Doch Du bist der einzige Mensch, der sie zusammenfügen kann zu dem Muster, das Dein Leben ist. Trage Sorge, dass es ein Leben ist, das Würde und Sinn für Dich hat. Wenn das gelingt, dann fällt der Ausschlag des Pendels nach Erfolg oder Misserfolg kaum mehr ins Gewicht.

John Gardner

http://www.wordle.net

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12 Kommentare

Eingeordnet unter Blickwinkel, Coaching, Gedankenkarussell, Leben, Lieben, Motivation, Philosophieren, Veränderung, Wahrnehmung, Werte, Ziele

12 Antworten zu “Sinn ist…

  1. Werner

    Oh ja, liebe Andrea, diese Frage nach demSinn des Lebens, begleitet die Menschheit schon immer.
    Ich weiß manchmal nicht recht, soll ich fragen: Welchen Sinn GEBE ICH meinem Leben?
    Oder ist das die falsche Frage, weil es nur heißen kann:
    Welchen Sinn HAT mein Leben und wie kann ich diesen Sinn erkennen und mich entsprechend verhalten um diesem Sinn gerecht zu werden?
    Vielleicht führen ja beide Versuche einen Zugang zu finden zur selben Aufforderung:
    „Trage Sorge, dass es ein Leben ist, das Würde und Sinn für Dich hat.“
    Ich wünsche Dir (und uns allen) dass es gelingt, die Zutaten zu ordnen.

    Danke für deine Denkanstöße, die du uns immer wieder vorlegst.

    Werner

    • Lieber Werner, danke für Deine schönen Gedanken zum sinn-vollen Leben. Ich glaube, es ist eine Mischung daraus, welchen Sinn mein Leben hat und welchen ich ihm gebe. Ich mag mich nicht „nur“ auf ein „hat“ reduzieren, das wäre mir zu „passiv“ – da passiert was mit mir, da ist eben etwas einfach so… ich glaube fest daran, dass wir Menschen einen sehr grossen Anteil daran haben, wie unser Leben verläuft, was wir draus machen und vor allem eben, welchen Sinn wir darin haben oder sehen oder finden… Danke Dir für Deinen lieben Wünsche, das wünsche ich Dir auch. Hab eine schöne Zeit, wo auch immer Du gerade bist, alles Liebe, Andrea

  2. Liebste Andrea,

    sehr schön, dieser Gedanke…
    Werner´s Gedanken dazu ergänzen auch wunderbar meine eigenen Gedanken ~ das ist es, was ich mich selbst immer wieder frage.
    Ja, klar, ich gebe meinem Leben Sinn. Aber ich bin aus einem ganz bestimmten Grund hier, und diesen Grund und Sinn bin ich dabei herauszufinden.
    Die Werte verschieben sich manchmal etwas, manchmal mehr, manchmal weniger, aber so ist das Leben, Veränderung und Bewegung. Ich liebe es, das Leben 🙂

    Allerliebste Herzensgrüße zu dir,
    Elisabeth

    • Liebste Elisabeth, ich habe Werner dazu schon geantwortet; ganz spontan hab ich mich bei Deinen Worten gefragt, ob das überhaupt einen Unterschied macht, ob ich einen Sinn gebe, oder ob ich herausfinde, aus welchem Grund und Sinn ich hier bin, denn auch das habe ich vielleicht „vorher“ selbst bestimmt…:-). Ja, die Werte verschieben sich allerdings, da stimme ich Dir voll und ganz zu und das ist für mich auch ein Zeichen, dass wir lernen und uns weiterentwickeln… Allerliebste Lebens-Grüsse Andrea

  3. Werner

    Seit diesem Beitrag und meinem gestrigen Kommentar dazu, gehenmir einige Gedanken im Kopf herum.
    Gedanken, die noch nicht zu Ende gedacht sind.

    1,
    Advent…

    Ankunft…
    Zeit der Erwartung….
    Bereit sein, für das was kommt, was auf uns zu kommt, für Zu-Kunft
    Bereit sein für das was uns zufällt, für den Zu-Fall
    Aufmerksam sein
    Aufmerken
    Merken, was um uns herum geschieht
    Wahrnehmen worauf wir stoßen
    Wahrnehmen worauf wir gestoßen werden
    Durch eine vielleicht nebensächliche Bemerkung eines Freundes
    Durch eine flüchtige Begegnung
    Durch ein ernsthaftes Gespräch
    Durch eine Meldung in den Nachrichten
    Erwartung…und Aufbruch
    Aufbrechen zu neuen Zielen
    Oder endlich mal aufbrechen zu den alten, bisher unerreichten Zielen…
    Erwartung des Kommenden
    Zeit der Erwartung….
    Bereit sein für Zu-Kunft
    Bereit sein für den Zu-Fall
    Aufmerksam sein
    Aufmerken
    Merken, was um uns herum geschieht
    und darauf zugehen
    Darin den Sinn finden.

    Adventlich leben.

    2.
    Der (von mir erkannte) Sinn meines Lebens hat sich im Lauf der Jahre mehrfach verändert und ändert sich wahrscheinlich – je nach der eigenen Lebenserfahrung – auch weiterhin. Grund sind sicher die „Zutaten“ die sich ändern, die Erfahrungen, die neu hinzukommen. Aspekte dieses Lebenssinnes treten in den Hintergrund oder eben stärker hervor.
    Wie zum Beispiel aktuell durch Vorgänge und Begegnungen in letzter Zeit, die mich immer deutlicher erkennen lassen, dass EIN Sinn meines Lebens darin besteht, dafür zu sorgen, dass sich Dinge nicht wiederholen. (Aktuellstes Beispiel ist die Buchvorstellung, bei der ich gestern abend war. Almut Geiser: „Der Kommandant – Ein NS-Täter in der Erinnnerung von Überlebenden“)

    3.
    Fragen, die sich mir – auch durch aktuelle Nachrichten aus unserem Bekanntenkreis – aufdrängen. Wie kommen wir klar mit der Sinnfrage angesichts von Krankheiten und Leidenswegen. Wie kannein Mensch, der unheilbar krank ist, in seinem Leben einen Sinn finden?
    —–
    Hoffentlich ist mein Beitrag nicht zu lang geworden, aber ich wollte Euch halt mitdenken lassen.
    Dafür verschone ich euch nächste Woche. (ab Sonntag ist ne Weile Blogkommentarpause 🙂 )

    Werner

    • Lieber Werner, das sind wundervolle Gedanken – danke dass Du sie hier mit uns teilst… Advent – ja so habe ich es noch nicht gesehen… mit der Wahrnehmung bin ich ja in meinem Job und natürlich auch in meinem Privatleben schon sehr stark sensibilisiert… Krankheit – ich weiss, wer schwer krank ist, mag das vielleicht nicht so sehen und vielleicht klingt es hart, aber ich bin überzeugt, dass es einen Grund gibt für Krankheiten und meist ist der Grund, dass wir nicht auf unseren Körper rechtzeitig hören, dass wir unsere Gefühle nicht erkennen und danach leben, dass wir nicht unseren wirklich inneren Werten (und die sind bei jedem Menschen anders, also das soll jetzt hier kein „Allgemeinplatz“ sein) leben. Es gibt so viele Menschen, die durch eine Krankheit ihr Leben verändern, die wieder ganz gesund werden… Es ist natürlich noch viel komplexer, aber das würde hier zu weit führen.

      Liebe gesunde Grüsse Andrea

      p.d. ich möchte gar nicht verschont werden! :_-)

  4. liebste andrea
    es wurde schon viel gesagt, was auch ich mir gleich gedacht habe. welchen sinn gebe ich dem leben, welchen sinn gebe ich mir?ist es so, dass sich der sinn ändert mit zunehmender erfahrung?
    ich bin im mom eher dabei, einfach das leben, was mir vorgegeben ist zu leben. ob das nun sinn macht?:)
    ich sende dir ganz liebe gedanken!!!
    von herzen
    babsi

    @werner:hoffe, deine pause dauert nicht zu lang, damit wir nicht soviel auf deine beiträge verzichten müßen :))))

    • Liebste Babsi, ich weiss nicht, ob sich der Sinn mit der Erfahrung ändert oder ich ihn vielleicht nur klarer erkenne… Vielleicht ist es aber auch gar nicht wichtig, sondern es ist wichtiger, dass wir sinn-voll leben… Dir auch ganz liebe Gedanken und eine schöne Zeit, allerliebste Grüsse Andrea

  5. Da muss ich erst mal drüber nachdenken, liebe Andrea, irgendwann, wenn ich soweit bin.
    Die Frage nach dem Sinn in meinem Leben oder meines Lebens ist noch eine große Baustelle bei mir. Das war nicht immer so. Ganz im Gegenteil. Doch das, was für mich der Sinn des Lebens war, schon von klein an, hat sich nicht erfüllt, was bedeuten würde, dass mein Leben gar keinen Sinn hat, was wiederum ein Trauma in mir anrührt, das ich jetzt nicht weiter ausführen möchte.
    Da ich aber denke, dass wir selbst unserem Leben den Sinn geben, was auch immer das genau bedeutet, liegt es wohl an mir, das zu tun, wenn ich nicht nur die Worte im Kopf verstanden habe, sondern auch mit jeder Faser meines Herzens, meiner Seele und allen anderen Fasern, die noch dazugehören. 🙂
    Solltest du jetzt verwirrt sein, liebe Andrea, dann macht das gar nichts. Ich bin es jetzt auch. 😉

    Sinnvolle Grüße 😉 ,
    Martina

    • Liebe Martina, danke Dir für Deine Gedanken zu diesem Thema- vielleicht kann man ja seinem Leben einen neuen Sinn geben, wenn ein „anderer“ sich nicht erfüllt hat, ich weiss es nicht, es ist bestimmt einen Versuch wert… Ich bin übrigens gar nicht verwirrt, sondern ich denke auch oft so „umme Ecke“:-) Ich wünsche Dir eine wundervolle Vorweihnachtszeit, herzlichst Andrea

  6. Hase

    Liebste Andrea,
    es macht Sinn, hier zu lesen . Danke für Deinen Artikel und die vielen interessanten Kommentare haben schon einige Gedanken aufgeführt, denen ich zustimmen kann. Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst, könnte ich für mich beschreiben. Es hat alles seinen Sinn, was mir an Aufgaben und Erfahrungen auferlegt wird im Leben. Wenn ich nach dem Leben zufrieden und erfüllt loslassen kann beimSterben, dann ist der Sinn darin gegeben, dass ich das zurücklasse, was mich als Mensch ausgemacht hat (sorry, ich war heute grad auf einer Beerdigung, die mich tief berührt hat) Und die Liebe , die danach folgt, hat ihren Sinn bis über den Tod hinaus.
    Ich habe ein Büchlein von Elke Heidenreich und Michael Sowa mit folgendem Titel:
    „ERIKA oder
    Der verborgene Sinn des Lebens“
    Wie ein riesiges Plüschschwein namens ERika dem Leben wieder einen – wenn auch verborgenen – Sinn gibt, davon erzählt Elke Heidenreich in einer ihrer schönsten Geschichten. Und keiner kann den melancholisch-versöhnlichen Ton besser ins Bild setzen als Michael Sowa, dessen Erika so anschmiegsam und eigenwillig ist, das man sie sofort lieb gewinnt !
    liebe Grüße
    Erika

    • Liebste Erika, ich glaube auch fest daran, dass alles seinen Sinn hat – auch wenn ich ihn manchmal erst im Nachhinein verstehe, oder sortiere ich das Erlebte erst im Nachhinein sinnvoll ein? Der Sinnd es Lebens ist das Leben selbst – was für ein wunderbarer Gedanken, Du Liebe, DANKE! Und das Erika-Buch hab ich gestern in der Buchhandlung auch gesehen und habe gleich an Dich gedacht:-). Und natürlich hat „man“ Erika sofort lieb!;-) Sinnvolle liebste Grüsse zu Dir, Andrea

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