Tag- und Nachtgleiche – am 21.September

Am 21.September ist die Tag- und Nachtgleiche, wenn der Tag und die Nacht zum zweiten Mal im Jahr dieselbe Länge haben. Ein kurzer Moment, in dem sich alles in vollkommenem Gleichgewicht befindet. Es heisst, an diesem Tag steige der Sonnengott hinab in die Unterwelt und überlasse bis zu seiner erneuten Auferstehung im Frühling die Herrschaft über die Erde dem Gott der Dunkelheit.

Während die Wärme des Sommers zur Erinnerung wird und er Herbst bereits eine Ahnung des Winters mit sich bringt, bleibt also dieser eine, kurze Moment. Zum Innehalten, zum Danke sagen für all das, was die vergangenen Monate uns brachten. Träume und Erinnerungen; Erfahrungen und Prüfungen; Freundschaft und Liebe…

Eine weitere schöne mythologische Geschichte dazu findet Ihr hier und ein paar Gedanken zur Tagundnachtgleich hier

Herbstliche Allee am Bodensee

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21 Kommentare

Eingeordnet unter Blickwinkel, Leben, Wahrnehmung

21 Antworten zu “Tag- und Nachtgleiche – am 21.September

  1. Von da an gehts wieder bergab. Obwohl es das ja längst schon tut, und er merklich früher dunkel wird.
    Aber ab dann wirds ernst.
    Ich hoffe doch, dass Gott uns nicht verlässt in dieser Zeit 😉
    Ich baue auf ihn.
    Im letzten Herbst war es nicht so ein richtig bunter. Mal schaun, ob der Neue farbenfreudiger sein wird.
    Hoffen wir noch auf den Goldenen Oktober, der Licht und Freude bringen kann.

    • Ja, liebe Bärbel, ich finde es auch schon erschreckend früh dunkel und spät hell…Ich mag den Herbst und seine Farben, und zur Zeit sind noch richtig schöne Tage, hoffen wir, es bleibt noch ein bisschen so… Liebe Grüsse zu Dir, Andrea

    • gokui

      Hallo warum soll es denn bergab gehen ? Es ist der Lauf der Dinge der Zeit, daß es langsam wieder dunkler wird und so auch der Mensch ansich zur Ruhe kommen sollte.
      ich bin das ganze Jahr über draußen, egal bei welchem Wetter und ich muß sagen, ich liebe auch die dunkle Jahreszeit. Gerade wenn es so richtig rattenkalt ist, dunkel und eisig, dann ist fast alles leergefegt und man sieht kaum noch Menschen. Da ist Ruhe schon von ganz alleine da.

      Man sollte es nehmen wie es kommt, die Natur so genießen wie sie ist, ein bisschen in ihr „baden“.

      • Die Tageszeiten, ihre Dauer geht bergab.
        Das ist nicht negativ gemeint, war nur eine Feststellung.
        Klar ist es der LKauf der Welt, ich will ihn auch nicht anders.
        Tiefer im Süden – in der Nähe des Äquators – da kennen sie sowas gar nicht. Da sind die Tage immer gleichlang oder kurz.

  2. Noch ist es ja nicht ganz soweit.
    Aber auch ich schick dir schon mal meine Herbstgedanken.

    1.
    Herbstanfang

    Wenn manch ein Mensch erhebt die Klage,
    dass Nächte länger sind als Tage,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn Schwalben in den Süden fliehen
    und Nebel durch die Lüfte ziehen,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn Sommerblumen langsam sterben
    und sich im Wald die Blätter färben,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn Rübengeister dich erschrecken,
    dir blinzeln zu an allen Ecken,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn Kinder gehen mit Laternen
    und singen laut von Mond und Sternen,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn Drachen in die Lüfte steigen,
    um ihre Künste vorzuzeigen,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn du verstaust die Sommerschuhe
    am besten wieder in der Truhe,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn Winzer ihre Trauben pflücken
    und Bauern sich nach Krumpern bücken,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.

    Wenn wir der Ernte Gaben bringen
    Gott Lob- und Dankeslieder singen,
    weiß jedes Kind:
    der Herbst beginnt.
    (W.B. 2002/2012)

    2. (und vielleicht ein wenig ernsthafter):

    Herbst

    Das satte Grün des Sommers
    Weicht dem – vergänglichen –
    Gelb und Rot und Braun
    Die Blätter färben sich jetzt schnell.

    Der Wind beginnt daran zu zupfen
    Erst noch behutsam und fast zärtlich –
    Doch dann schon stürmisch fordernd.
    Und eins ums andre folgt ihm,
    Wirbelt mit ihm durch die Luft.

    Sie drehen sich im Kreis
    Und tanzen.
    Ein Kind jagt ihnen nach

    So haben alle ihren Spaß
    Die Blätter und der Wind –
    Und auch das Kind.
    (W.B. 7-10-11)

    vorherbstliche Grüße
    Werner

    • „So haben alle ihren Spass, die Blätter und der Wind- und auch das Kind.“ Das gefällt mir am besten, lieber Werner, in Deinen schönen Gedichten. Da stell ich mir grad mich selber als Kind vor, die mit dem Wind um die Wette in einen bunten Blätterhaufen Unordnung bringt… Herbstliche liebe Grüsse Andrea

  3. Du hast das in sehr schöne Worte gefasst liebe Andrea 🙂 Im Moment weiß ich gar nicht, wovon ich mich verabschieden soll. Ich habe den Sommer nicht gespürt in diesem Jahr. Vielleicht lag es am Sommer, vielleicht aber auch an mir? Heute Abend im Feld mit Fräulein Smilla war es schon ziemlich kalt, und ich habe abends jetzt ganz leicht die Heizung aufgedreht. Wir haben doch erst den 19. September!!!! An der Kasse im Supermarkt gestern vor mir ein Mann, der Federweißer gekauft hat. Ich sage zu ihm: ja ist das denn schon wieder so weit? Da sagt er: wieso, man kann doch jetzt schon Printen kaufen! Ohne Worte.
    Schmunzelnde Herbstabendgrüße von Dori

    • Liebste Dori, freut mich sehr, dass es Dir gefällt! Danke für Deine Sommer-Herbst-Gedanken… Ich weiss heute auf jeden Fall, wovon ich mich verabschiede und das ist nicht nur die Homepage, da steht ganz viel dahinter… und es tut richtig gut und ich freu mich auf das Kommende. Zu dem Supermarkt-Wahnsinn hab ich Dir schon auf Deinem Blog geantwortet. Danke fürs Verlinken, Du Liebe. Allerliebste Sonnengrüsse auch an dieser Stelle, Andrea

  4. „Ein kurzer Moment, in dem sich alles in vollkommenem Gleichgewicht befindet.“
    Das klingt wunderbar, liebe Andrea. Davon hätte ich gerne mehr Momente. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

    • Liebe Martina, ja das klingt auch für mich wunderbar… Viele solcher Momente für Dich und weiterhin gute Besserung für den lieben Pepper, liebe Grüsse Andrea

    • Natürlich ist es schön, solche gleichgewichtige Momente zu erleben… immer wieder,.
      Aber wir brauchen auch das andere: Situationen, Augenblicke, in denen das Gleichgewicht gestört ist. Nur so gibt es Verändrung.
      War das nicht hier auf diesem blog immer wieder ein Thema, wie wichtig Veränderung ist? Geohnheiten ablegen, neues beginnen… usw usw.
      Werner

  5. Noch ein bunter Nachtrag zu deinen Gedanken zum Herbstbeginn.
    Die Sonne zieht sich zwar ein wenig zurück, aber dennoch zaubert sie eine Symphonie aus Farbe und Licht:

    Herbst über dem  Ahrtal

    herbstlich bunte Grüße
    W.

  6. Das Bild hatte ich schon bei Dir gesehen, wunderschön, magisch…

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