Gedankenkarussell – Loslassen

Wie schön meinen Vogel fliegen zu lassen,
Weit weg und unmöglich ihn zu fassen.
Wie herrlich ist es, wenn er wiederkommt,
Ohne mein Rufen, ohne meiner Ungeduld.
Zwitschert sein Lied aus der Ferne, und prompt
Fliegt er fort ohne Scham und ohne Schuld.
Fliegt hinaus in die große ferne Welt,
Kommt nur wieder wenn es ihm gefällt.

Wie schön wenn er wieder kommt
Und sich in meinem Garten sonnt.
Ich lausche ihm, und jeder Augenblick
Ist ein Hauch unendlich großes Glück.
Es gib für mich kein größeres Entzücken,
Außer dem Besuch aus freien Stücken.

Sein Heimweh wird stets genährt
Aus der Freiheit, die ihm gewährt,
Aus der Liebe und dem Vertrauen,
Wird er Kraft und Freude bauen,
Die dann ihm von Nutzen werden,
Wenn seine Kinder flügge werden.

Detlef Schaar ( wie mir Werner eben schrieb, danke!)

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14 Kommentare

Eingeordnet unter Blickwinkel, Coaching, Gedankenkarussell, Leben, Menschen, Motivation, Wahrnehmung, Werte, Ziele

14 Antworten zu “Gedankenkarussell – Loslassen

  1. ein wunderschönes Gedicht und es zeigt die Lebensweise der Vögel auf, genauso und der Mensch freut sich, wenn sie wieder kommen, dann beginnt wieder die schönere Jahreszeit, alles Gute, KLaus

  2. Loslassen…. ein altes und so wichtiges Thema, über das schon so viel geschrieben worden ist.
    Das fängt – so las ich vor Jahren in einem Artikel – schon an, wenn den Kindern das Laufen beigebracht wird. Da hieß es, man solle auch da schon die Kinder von sich weg laufen lassen statt auf sich zu. Wahrscheinlich geht es dabei weniger um die Erfahrung des Kindes, dass es vom Erwachsenen weg in die Welt hinein laufen kann, sondern mindestens genaus so um die Haltung des Erwachsenen, der bereit sein sollte das Kind frei zu geben…

    Dann fällt mir dazu noch eine „Kundengeschichte“ ein, die ich vorgestern in unserem Weltladen erlebte. Mutter und Oma mit einem etwa 4-jährigen Kind kauften ein. Zum Schluss legte die Mutter dem Kind drei vershcieden gestaltete Exemplare des selben Artikels vor und sagte, es dürfe sich davon eines aussuchen. Sicher auch ein Schritt des Loslassens, dem Kind eine selbständige Entscheidung zu überlassen.
    Aber was geschah?
    Das Kind entschied sich falsch, nämlich nicht für das Exemplar, das die Mutter wollte. Nun ratet mal wie das weiter ging. Natürlich tauschte die Mutter vor dem Bezahlen noch mal den Artikel aus. Auf die vorsichtig vorgebrachte Frage, ob der Sohn nicht das andere ausgesucht hatte, sagte sie: „Wenn das dann in der Nikolaustüte ist, wird er sich schon drüber freuen.“
    Loslassen heißt doch wohl auch, Vertrauen zu aufzubauen. Zuerst eine Entscheidung zu fordern und sie dann nicht ernst zu nehmen fördert gewiss nicht das Vertrauen darauf, dass man eigene Schritte gehen darf.
    Wie heißt es in dem Gedicht:
    „Aus der Liebe und dem Vertrauen,
    Wird er Kraft und Freude bauen“

    Werner

    • Lieber Werner, danke für die interessante Geschichte zum laufen-Lernen… Das wusste ich nicht, macht aber unter dem Aspekt des Loslassens und Vertrauens viel Sinn… Und die Geschichte von der Mutter, die ihrem Sohn wohl doch nicht die freie Auswahl lassen möchte, ist ja auch beeindruckend… Hoffen wir mal, das Geschrei war nicht zu gross beim Auspacken bzw. sollte ich dem Jungen eher wünschen, er HÄTTE Geschrei gemacht?? Nachdenkliche Grüsse Andrea

  3. Ein wundervolles Gedicht übers loslassen.
    Ich hoffe, wir haben es richtig gemacht mit unserer Tochter.
    Wir freuen uns, wenn wir uns sehen, verstehen uns bestens.
    Es ist immer wie ein kleines Fest.

  4. Wie wunderbar, dieses Gedicht! Ich habe in diesem Jahr sehr viel über das Loslassen lernen dürfen und ich bin froh und glücklich zu spüren, wie gut es ist die Erfahrung zu machen, dass mit dem Loslassen die Beziehung (ins Weite) wächst und gefestigt wird.
    Alles Liebe:
    Beate

    • Liebe Beate, das klingt nach tiefgehenden Erfahrungen und es klingt, als wenn sie „gut gegangen“ wären… das freut mich für Dich, alles Liebe herzlichst von Andrea

  5. Hase

    Liebste Andrea,
    loslassen können, muss gelernt werden. Dann kommt viel zurück, weil man es nicht festhält. Meine Tochter bedankt sich oft dafür, dass wir sie unterstützt haben in ihren Auflandsaufenthalten. Sie kommt gerne nach Hause, auch wenn es nicht so oft ist. Nächstes Jahr wird sie wieder für lange Zeit im Ausland sein, aber wir sind immer verbunden. Sie schreibt so schöne Zeilen immer und bedankt sich . Da bin ich auch sehr dankbar und glücklich. Bei meinem Sohn ist es noch anders, weil er im Keller bei uns eine Wohnung hat und ich noch für ihn mitkoche und wasche. Aber er schätzt das sehr. Auch den Partner muss man loslassen können und ihm Freiräume zugestehen. Wir sind jetzt beide zuhause, das ist eine große Umstellung, aber es wird immer besser und besser.
    liebe herzliche Grüße
    Erika

    • Liebste Erika, das ist ganz wunderbar und freut mich sehr für Euch… wie schön, dass Ihr so ein gutes Verhältnis mit Euren Kindern und untereinander 🙂 habt! Alles Liebe für Dich, Andrea

  6. Das ist sehr schön, liebe Andrea.

    Liebe Grüße,
    Martina

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