Verletzt im Urlaub- mach das Beste draus…

Die erneute Ultraschall-Untersuchung ergab wieder „alles ok mit den Organen“ und der Liebste konnte mich dann am Silverstertag um 15.00 endlich aus dem Krankenhaus holen. Wir haben den Beifahrersitz wie ein Bett gestaltet, ganz flach und mit Kissen ausgestopft, so hielt ich die 1 1/2 Std. Autofahrt ganz gut durch. Und der Silvesterabend fand dann statt auf der Nederhütte mit Fondue und Ramba Zamba in unserer schönen Ferienwohnung mit Bettruhe und Spaghetti mit Tomatensosse statt… Das war ein wenig traurig, wir haben noch das Beste draus gemacht und das wundervolle Feuerwerk um 12 direkt vor unserer Tür hat uns für einiges entschädigt.

Und dann begann das neue Jahr – Schmerzen ohne Ende, Tabletten halfen nicht; der Liebste musste mich „untenrum“ komplett anziehen, da ich mich nicht bücken konnte (geht noch immer nicht), d.h. er zog mir sogar morgens schon die Schuhe an und schnürte sie so locker, dass ich sie später selber wieder ausziehen konnte. Dann gingen die 3 Skifahren. Ausser liegen ging langsames Gehen am Besten zu der Zeit, so machte ich dann vor dem Mittagessen meinen Weg durch das Dorf, wir assen und verbrachten Zeit zusammen – sitzen ging für eine kurze Zeit einigermassen- und dann ging ich wieder zurück, legte mich hin und 2 Stunden später kamen die 3 ja dann auch schon wieder. So war ich nicht viel allein, konnte mich aber trotzdem ausruhen.

Bis auf nächtlichen Schmerz-und manchmal Weinattacken und die absolute Angst, aufzustehen, weil es dann wie ein Messer durch meinen unteren Rücken zog, haben wir uns wirklich noch einen schönen Urlaub gemacht und wir haben viel gelacht. Und es ging mir ab Donnerstag auch schon ein wenig besser.

Dann kam Samstag die Rückfahrt… die ersten 4 Stunden habe ich gut überstanden,wir machten einen fröhlichen Stopp bei meiner Mutter in Kempten, da war alles noch in Ordnung. Als wir dann viele viele Staustunden später hier vor der Tür standen, kam ich nicht mehr aus dem Auto, der Rücken krampfte, der Oberschenkel krampfte, der Schmerz schoss mir durch Mark und Bein… Es hat eine halbe Stunde gedauert und ich hab die Nachbarschaft vor Schmerzen zusammengeschrien. Bis wir zur Ruhe kamen im Bett, war es 2 Uhr nachts. Der Sonntag ging dann erst wieder einigermassen, aber ich konnte nicht mehr langsam gehen ohne starke Schmerzen. Und das war der Moment, an dem wir beschlossen, am nächsten Morgen nochmal ins Krankenhaus zu fahren. Und das war die beste Entscheidung… Fortsetzung folgt…

Ach, da alles, was mir hinfiel, immer liegenbleiben musste, habe ich mir zuhause Helferlein zurechtgelegt, siehe hier:

IMG_2532

Eine Spaghetti-Zange, mit der ich zum Beispiel Papier aus dem Drucker ziehen kann, der unter meinem Computer am Boden steht und eine Grillzange für Dinge, die fester sind… In der Mitte liegt mein Trösterchen, dass ich vom kleineren Schneeflöckchen zu Weihnachten bekommen hatte…

Und damit ich mich auch im Wohnzimmer hinlegen und auch mal Fernsehen konnte (die Couch ist viel zu tief und zu weich für mich, da komme ich nicht mehr hoch), hat mein Liebster diese tolle und superbequeme Konstruktion gebaut:

IMG_2536

Advertisements

36 Kommentare

Eingeordnet unter Leben, Reisegeschichten

36 Antworten zu “Verletzt im Urlaub- mach das Beste draus…

  1. Uta

    Mensch Andrea, das liest sich wie ein Krimi …
    Und hat was von „Western von gestern“, der auch immer an der spannendsten Stelle aufhörte „… demnächst auf diesem Bildschirm (klirrrr)“.
    Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes rausgekommen!?
    Herzlichst, Uta!

    • Liebe Uta, das war auch sehr „spannend“ alles… und angespannt noch dazu;-)… „Western von gestern“ ach ja, das hab ich früher liebend gern mit meinem Vater geschaut, danach ging es ins Bett… Western von gestern und Väter der Klamotte, war auch schwarz-weiss und kam direkt davor oder danach…Die endgültige Diagnose kannst Du heute lesen… schlimm? Nun ja, nix isess nich, aber es hätte deutlich schlimmer kommen können… Herzliche Grüsse zu Dir, Andrea

  2. Oh je, das klingt nicht gut, liebe Andrea. ♥
    Ich denke auch, dass das die beste Entscheidung war, noch mal ins Krankenhaus zu fahren, obwohl ich noch nicht weiß, was dabei herausgekommen ist.
    Nun bin ich natürlich gespannt.

    Da hat das alte Jahr nicht gut aufgehört und das neue nicht gut angefangen. So viel Schmerzen. 😦 Das tut mir leid für dich. Ich hoffe, dir konnte hier endlich geholfen werden.

    Liebe Grüße,
    Martina

    • Ne, das war auch nicht so dolle, liebe Martina, aber wie Du heute lesen kannst, war das gute daran, dass wir wirklich nochmal ins Krankenhaus gefahren sind, sonst hätte ich nie diese Diagnose bekommen… Im Krankenhaus waren sie echt toll und es hat mir sehr gut getan… Liebe Grüsse Andrea

  3. Andrea, hättest du denn nicht über die Krankenversicherung mit dem Krankenwagen nach Haus gebracht werden können?
    Irgendwie erinnert es mich an eine Situation bei mir. Beim Berg-abwärts-Bremsen auf Rollerblades hatte ich mir den linken Oberschenkel „fast“ bis auf den Knochen aufgeschürft – natürlich oben bei Kiel und nicht in Berlin. Ich schaffte mit starken Schmerzmitteln die Hälfte der Fahrt, pausierte einige Tage bei meiner Schwägerin, die OP-Schwester war und irgendwann schaffte ich auch den Rest bis nach Haus – ich wusste auch nicht so richtig, wie, aber es hat geklappt.
    toi, toi, toi – das alles richtig ausheilt!

    • Liebe Clara, nein das hätten die nicht bezahlt… und 8 Stunden liegend und nach oben starrend, bitte nicht, dann hätte ich mich bestimmt übergeben…Irgendwie ist das ja alles zum Glück so gekommen, sonst wäre ich nicht noch einmal ins Krankenhaus gegangen und hätte mit Ärtzen rumgedocktert, die gar nicht richtig gewusst hätten, was ich habe… Es kommt alles so, wie es kommen soll… könnte allerdings gern weniger schmerzhaft sein;-)… Liebe Grüsse Andrea

  4. Die Konstruktion ist ausgesprochen raffiniert! ;o) Meine Couch ist zum Glück einigermaßen hart und in einer angenehmen = in dem Fall praktischen (Sitz)Höhe, so dass ich mich tagsüber jederzeit spontan ablegen kann, ohne große Umbauarbeiten vornehmen zu müssen.

    Mit den Transporten und Fahrten sagste ja was … Da spürt man jeden Huckel bis ins Mark. Kenne ich; das wundert Dich jetzt aber vermutlich nicht wirklich, hm?! 😉 Solche „qualifizierten Krankentransporte“ musste ich einige Male mitmachen. Allerdings waren es bei mir immer nur einige Minuten (von Klinik zu Klinik). Die reichten aber schon völlig. Sowas stundenlang zu erleben … ne, darüber mag ich nicht einmal nachdenken. Und ich vermute ganz stark, dass Deine Fahrtroute deutlich kurviger etc. war, als meine.

    Hömma, wenn Du sowas unter „Urlaub“ verstehst, kriege ich ja fast Angst, wenn ich überlege, was Du „anstrengend“ finden könntest! ;o)

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen (immer abwechselnd, versteht sich), damit Du ratz-fatz wieder auf den Beinen bist, liebe Andrea!

    • Liebe Skriptum, erst wenn mal alles nicht mehr so geht, wie gewohnt, merkt man, wie selbstverständlich man mit Gesundheit, Beweglichkeit und allem umgeht – aber das muss ich Dir ja nicht sagen… Na irgendwie war es ja doch Urlaub, ich habe selten in einem Skiurlaub so lange faul rumgelegen:-)… Die Fahrtroute war doppelte ein Alptraum, weil mir in Kurven immer schnell schlecht wird und dann noch gegen die Fahrtrichtung und nach oben gucken… grauslig. Und klar das Ruckeln und Schunkeln; ich hab dem immer wieder gesagt, NICHT SO SCHNELL in den Kurven, dabei fuhr der bestimmt schon superlangsam… Dann drücken wir beide mal immer die Daumen, Du Liebe. Sei herzlichst gegrüsst von Andrea

  5. Oh arme Andrea, das ist ja alles furchtbar!!! Habe Deine letzten Artikel eben erst gelesen. Es tut mir sooo leid und ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!!!!!

    • Danke liebe Mascha, das tut einfach gut!!! Herzliche Grüsse in die Wärme (hier ist jetzt natürlich Wintereinbruch und frieren ist das Letzte, was ich brauchen kann, bibber), Andrea

  6. Liebe Andrea,
    ich wünsche Dir eine schnelle und gute Besserung und denke an Dich.
    Alles Liebe von mir zu Dir. und dringend: besser und besser, Gaba

    • Liebe Gaba, auch Dir herzlichen Dank für Deine lieben Wünsche….Ich „arbeite“ auch schon ganz viel daran, dass es mir besser und besser geht und es klappt den Umständen entsprechend auch schon ganz gut…Liebe Grüsse zu Dir und auch alles Liebe Andrea

  7. na, da ist ja toll, dein Mann ist wohl ein ganz lieber, bin gespannt, wie es weiter geht, da ich hoffe, dass es dir wieder besser geht im Moment, ein wunderschönes Wochenende, Klaus

  8. Ganz schön schlimm hat es dich erwischt und die Hilfsmaßnahmen sind ausgesprochen gut…..besser geht es in der Ergotherapie wohl auch nicht.
    Gute Besserung und ein lieber Gruß von Mathilda ♥

    • Liebe Thilda, ja das hat es… ohne Schmerztabletten nicht auszudenken… Ich kann Dir sagen, man wird erfinderisch:-)… Liebe Grüsse zu Dir und dankeschön Andrea

  9. Liebe Andrea,
    Du bist unglaublich! Es gelingt Dir tatsächlich das beste aus der Situation zu machen. Werd ganz bald wieder ganz gesund!
    Lieben Gruß
    Sabine

    • Danke liebe Sabine, auf Dauer hilft jammern ja auch nix… es darf und muss mal sein mit jammern und heulen und dann gehts auch wieder mit Lachen… Meine Akkupunteurin war auch ganz stolz auf mich – mit der Einstellung würde ich die Heilung beschleunigen… Jetzt lache ich noch lieber:-)… Liebe Grüsse Andrea

  10. erika

    GUTE BESSERUNG

    mir fehlen ja grad die Worte, liebste Andrea, habe nach längerer Pause, weil mein PC aufgegeben hatte, mal wieder hier vorbeigeschaut, um Dir noch alles Gute für das Neue Jahr zu wünschen.
    Ich habe Tränen in die Augen bekommen beim Lesen.
    Ich wünsche Dir alles alles Gute, und ich weiß, dass Du auch mit dieser Situation umgehen kannst…. Ja, das Leben hält Überraschungen bereit, an denen wir wachesen und aus denen wir lernen können. Bei uns ist es sehr ruhig und friedlich zugegangen. Das erfüllt mich sehr. Alles Liebe
    ganz ♥ liche Grüße
    Erika
    ich denk ganz fest an Dich und schicke Dir viele gute Gedanken
    🙂
    Gruß an Deinen Liebsten, auf den kannst Du stolz sein, dass er Dir so zur Seite steht in allesn Lebens-LAGEN 🙂

    • Liebste Erika, danke auch Dir für Dein Mitgefühl, alles das tut einfach richtig gut. Ja, ich kann auch mit dieser Situation umgehen, ich habe allerdings auch den besten Mann an meiner Seite, den ich mir vorstellen kann. Der hält mich, wenn ich weine, der muntert mich auf, wenn ich mal down bin, er zieht mir noch immer die Schuhe und Strümpfe an (alles andere kann ich schon allein wieder!!!!) und leidet furchtbar mit, wenn ich Schmerzen habe…
      Es freut mich, dass Ihr es so schön und friedlich habt, da hat sich im letzten Jahr ja einiges sehr positiv entwickelt, wie mir scheint; da kannst Du auch stolz drauf sein! Allerliebste Grüsse Andrea

  11. Liebe Andrea,
    Du machst mich fast sprachlos..
    Trotzdem ich will versuchen, Dir zu sagen, dass das wirklich bewundernswert ist, wie du diese gewiss missliche Situation meisterst.
    Ich finde deine Begabung toll, selbst wenn es Dir schlecht geht und wenn es Dir zum Weinen zumute ist, deine Erlebnisse mit so viel Humor zu erzählen und dabei das Ganze doch nicht zu verharmlosen.
    So offen von den Schmerzen zu erzählen, ohne wirklich drüber zu jammern und zu klagen, dabei auch Deine Tränen nicht zu verschweigen…..
    Da kann ich nur sagen: Hochachtung!
    Ich schließe mich den Wünschen meiner Vorschreiberinnen und Vorschreiber an.
    Herzliche Grüße
    Werner

  12. Klasse, dein Wohnzimmerbett!
    Oha, es ist wohl besser, nochmal im Krankenhaus zu sein.
    Fachliche Hilfe und Beratung ist schon was wert.
    Dein Mut und deine Ausdauer, alles Achtung!
    Unter solchen Umständen Silvester zu feiern: Hut ab vor dir!
    Ich bete für dich, dass die Niere wieder stabilisiert werden kann.
    Wie sowas geht, keine Ahnung.
    Und, dass die Schmerzen endlich aufhören.
    Ganz, ganz liebe Grüße und Wünsche
    Bärbel

    • Liebe Bärbel, ja das Wohnzimmerbett ist super, da verbringe ich viel Zeit,aber ich sitze und laufe auch viel, denn alles, was ich länger mache, ist schmerzhaft. Der Wechsel in den Bewegungen tut mir gut. Danke Dir für all Deine lieben Worte und Wünsche, es geht mir ja schon deutlich besser… Liebe Grüsse Andrea

      • Ach, das ist ja interessant, dass dir Bewegung guttut.
        So werden deine Beine auch nicht muskelarm werden vom langen Liegen.
        Wie schön, dass es schon erheblich besser ist. Habe mir echt Sorgen gemacht. Das hat mich richtig beschäftigt. Hatte auch mit meinem Mann drüber gesprochen.
        Weiter alles, alles Gute ♥

  13. Ach wie furchtbar, was ich hier in diesem Beitrag und im vorhergehenden lesen muss.
    Liebe Andrea, ich wünsche Dir von ganzem Herzen dass Du ganz bald wieder ganz gesund und munter sein darfst!!!
    Sei herzlich gegrüßt, mit den besten Genesungswünschen:
    Beate

    • Liebe Beate, na dann lies mal den heutigen:-)… Im Ernst – vielen lieben Dank auch Dir für Deine lieben Wünsche, mir geht es wirklich schon viel besser und ich nehme es mit sehr viel Ruhe – anders geht es auch nicht. Anfang Februar muss ich wieder richtig fit sein und da arbeite ich drauf hin. Herzliche Grüsse zu Dir und auch Dir alles Liebe Andrea

  14. Pingback: Neue Diagnose – Ende der Triologie | Wie es Euch gefällt

  15. liebste andrea
    ich bin platt. ich kann und will mir gar nicht vorstellen jetzt, was du da durchgemacht hast. mit schmerzen umgehen ist das eine aber dann auch sich nur schwer zu bewegen. ich wundere mich aber auch wie clara, dass du nicht mit dem krankenwagen nach hause gefahren wurdest.das hätte euch doch einiges erspart.
    gut, dass du soviel helferlein und v.a deinen liebsten hast. menschliche wärme ist doch noch immer die beste medizin.
    mit lieben wärmenden gedanken
    babsi

    • Liebste Babsi, das mit dem Krankenwagen war keine Option und beim Autofahren selbst hatte ich überhaupt keine Schmerzen; wir haben den Sitz zurückgedreht, ich lag fast, dickes Kissen im Rücken, Beinfreiheit war ganz ok… nur dann das letzte Aussteigen, nachdem ich so lange in einer Position gelegen hatte, das war … Danke für Deine wärmenden Gedanken, die tun gut, auch für Deinen Rücken alles Liebe und viel Wärme, herzlichst Andrea

  16. Ach herr je! Was machst du denn?
    Ich wünsche dir eine gute Besserung. Komm bald wieder auf die Beine!

    Alles Liebe ♥ Emily

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s