Monatsarchiv: Mai 2013

Die andere Seite der Motivation

In meinem Artikel vom 23.05.13  schrieb ich über mein stärkstes Motivations-Muster und was es bedeutet, wenn jemand „Menschen-orientiert“ ist. (Das Gegenmuster ist übrigens „Dinge-orientiert“ und wer Interesse hat, kann bei mir die Beschreibung dazu auf Anfrage gern per Mail bekommen).  Und ich schrieb über die Vorteile, die das für meinen Beruf als Trainer und Coach hat.

Es gibt auch Nachteile – und die haben u.a. dazu geführt, dass ich jetzt nicht mehr so viel Zeit zum Bloggen habe und diese Pause brauchte… Für mich ist der grosse Nachteil an meinem Beruf – der mir sonst in vielen Bereichen sehr viel Spass macht und sehr viel gibt – dass ich so oft allein im „Home Office“ bin. Wenn ich meine Seminare vorbereite, wenn ich Skripte schreibe, Flipcharts male, Fotoprotokolle verschicke und was sonst noch alles dazu gehört und auch einen grossen Teil an Zeit braucht, dann bin ich manchmal tagelang nicht unter Menschen.Und wer jetzt an mein stärkstes Muster (Menschen-orientiert) denkt, der kann sich vielleicht vorstellen, dass das  für mich auf Dauer ziemlich de-motivierend sein kann.

Das Schönste an meinem Beruf als Verkäuferin war die Arbeit im Team und mit den  Kunden, mit denen ich plaudern konnte. Deshalb hab ich diese -auch körperlich anstrengende- Arbeit so lange mit ganzem Herzen gemacht. (und war dann abends froh, nicht mehr so viele Menschen zu sehen:-) ). Jetzt könnte der eine oder der andere denken: „Na DER kann man es aber auch gar nicht recht machen.“ Und jetzt kommts:  ICH habe es mir jetzt GENAU recht gemacht.

Ich arbeite nämlich seit April Teilzeit 2 Tage die Woche wieder  im Verkauf und finde es einfach grossartig. Ich bin Teil  eines sehr netten Teams, das mich total super aufgenommen hat. Ich habe nette und interessante Kunden, mit denen ich die tollsten Gespräche führe (meist in der Anprobe; interessant, was Menschen dort alles so von sich preisgeben:-) ). Ich darf weiterhin – wie auch schon im Skiservice in der Schweiz– hochwertige Sportbekleidung verkaufen und freue mich jedes Mal total darauf, arbeiten zu gehen. Erst jetzt merke ich, wie sehr es mir gefehlt hat, in einem Team zu arbeiten und auf diese Art unter Menschen zu kommen.

Und das Beste: ich bin grundsätzlich viel besser drauf, ich bin aktiver und ich kann beide „Berufe“ wunderbar miteinander kombinieren und aufeinander abstimmen. Und ich überlege auch schon, ob ich auch hier auf dem Blog wieder die Kategorie „Kundengeschichten“ aufnehme – zu erzählen hätte ich jetzt schon reichlich:-)…

In meinem Motivationsprofile-Seminar haben schon einige meiner Teilnehmer erkannt, dass sie die ganze Zeit  gegen ihre Muster und Werte gelegt haben und daraufhin erfolgreich eine neue Richtung in ihrem Leben eingeschlagen… Nun habe ich das auch am eigenen Leib erfahren dürfen und meine Erkenntnis und mein Richtungswechsel bereichern mein Leben sehr.

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Was motiviert mich?

Als Motivationsprofiler  beschäftige ich mich damit, was Menschen wichtig ist, was sie motiviert und welche Sprach- und Verhaltensmuster sie haben. Das hat auf der einen Seite den Selbst-Reflexions-Effekt und auf der anderen Seite lernen meine Seminar-Teilnehmer, wie sie die Muster bei ihren Kunden/Gesprächspartnern/Mitmenschen erkennen und darauf adäquat reagieren können. Hier ein Auszug aus einem meiner eigenen stärksten Muster:

Was bedeutet es „Menschen-orientiert“ zu sein?

„Es gibt nur eine wahrhafte Freude: den Umgang mit Menschen.“ – Antoine de Saint-Exupery

Dieses Programm zielt auf die direkte Kommunikation und den Austausch zwischen Menschen. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Die Nähe zu Menschen wird als angenehm empfunden, Kontakt wird gesucht. Diese Menschen verfügen über ein großes Netzwerk und gelten als Freund, Partner, Kollege als treu und harmonisch. Sie lieben das Wir-Gefühl und Geselligkeit und arbeiten gern in Teams. Hilfsbereitschaft und Fürsorglichkeit haben einen hohen Stellenwert. Als geduldige Zuhörer können Menschen mit diesem Programm gut verhandeln und bei Konflikten ausgleichen. Sie entscheiden häufig aus dem Bauch heraus, weil ihnen in erster Linie menschliche Beziehungen wichtig sind. Sie fokussieren auf Gedanken und Gefühle. Mit ihrem besonderen Sensor für Stimmungen und Atmosphären kommunizieren sie auch nonverbal meisterhaft.

Verhalten – Beispiele:

  • Menschen in Helfenden Berufen wie z.B. Krankenschwestern, Pflegedienste, Sozialarbeiter
  • Der Abteilungsleiter, der möchte, dass sich seine Mitarbeiter wohlfühlen.
  • Der Chef mit der Einstellung, dass seine Mitarbeiter sein größtes Kapital sind.
  • Der Teamplayer, der alle Wünsche und Bedürfnisse verbindet.

Allein beim Lesen dieser Worte fühle ich mich total „abgeholt“ und angesprochen. Und ich bin der tiefen Überzeugung, dass dieses  Muster in meinem Job als Kommunikationstrainer und Coach essentiell ist. Wie sollte ich  Menschen glaubhaft und nachhaltig die Wirkprinzipien der Kommunikation  beibringen, wenn ich sie nicht selber (er)leben würde?

… und es gibt einen Grund, warum ich nach meiner Blogpause genau mit diesem Thema anfange… mehr dazu im nächsten Beitrag…

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