Monatsarchiv: Juni 2013

WARUM tust Du, was Du tust?

Ich bin ein WARUM-Mensch.

Woher ich das weiss? Mal abgesehen davon, dass ich das bei diversen Persönlichkeitstests als Ergebnis bekommen habe, ist es mir sehr wichtig, Menschen und ihr Verhalten VERSTEHEN. Ich habe mich schon immer für Menschen und ihre Geschichten interessiert. Und Menschen erzählen mir auch gern ihre Geschichten. Menschen verstehen, mich selbst besser verstehen – das kann ich, wenn ich ihr WARUM kenne.

Ich weiss, dass die Frage „WARUM“ manchmal provokativ wirken kann, manchmal aufdringlich, den Gefragten manchmal in die Enge treiben kann und eleganter fragt man z.B. im Verkauf: Aus welchen Motiven haben Sie… ? Aus welchen Gründen tun Sie… ? Was sind Ihre Gründe für…? Welche Kriterien sind entscheidend für …?

Das alles ist Feinschliff, die Frage dahinter lautet auf den Punkt gebracht: Warum tust Du, was du tust?

Diese Frage interessiert mich schon mein ganzes Leben lang. Wie ticken Menschen, warum tun sie, was sie tun? Warum tun sie etwas nicht?

Und ich habe gelernt, dass diese Frage nach dem WARUM gar nicht so einfach zu beantworten ist. Da kommen dann oft Antworten wie z.B.  „Das mach ich aus dem Bauch raus.“ „Das ist so ein Gefühl.“ „Das tut mir gut.“ „Das macht mir einfach Spass.“ „Das liegt mir.“ „Ich weiss auch nicht.“ “ Ich fühl mich nicht danach.“ “ Ich habe keine Lust dazu.“

Dass unsere Entscheidungen von unseren Gefühlen gesteuert werden, das wissen wir aus der  Gehirnforschung. Deshalb ich es manchmal auch so schwer, das in Worte zu fassen. Mit unserem Verstand begründen wir dann die Entscheidung nachträglich rational. Doch wie entstehen unsere Gefühle? Welche Gefühle möchten wir empfinden? Was gibt uns positive Gefühle? Was möchten wir vermeiden? Und wie können wir das beeinflussen?

(M)ein Weg dahin ist, die eigenen Motive  kennenzulernen. Die eigenen Werte erkennen. Was ist mir wichtig und wert-voll? Die Antworten darauf können mir die entscheidenden Antworten geben auf die Frage: WARUM  tu ich, was ich tue?

Und wenn Du jetzt MICH fragen würdest, WARUM ich das tue, was ich tue, dann würde die Antwort ungefähr so lauten:

Ich inspiriere Menschen, sich selbst bewusst zu werden, WARUM sie tun, was sie tun. Und diese Selbsterkenntnis macht ihnen den Weg frei, für Ihre nächsten Schritte.

Dieser Moment, in dem es „Klick“ macht, in dem die Menschen verstehen, wirklich verstehen, was sie motiviert, was sie bewegt, was sie auf den Weg bringt; das ist MEIN Moment. In dem Moment kann ich mich sowas von (mit)FREUEN und bin ganz aufgeregt und voller Energie. Für mich ist es das Grösste, in die strahlenden Augen zu schauen und dort zu SEHEN. Und wenn die Person verstanden hat, WARUM sie tut, was sie tut und warum sie etwas anderes nicht tut, dann kommen sofort die Ideen für die nächsten Schritte und der Weg dazu ist frei.

Das WARUM ist der grosse Treiber, der Motivator, Bewegungsmotor für Menschen. Wenn sie erkennen, WARUM sie etwas tun, dann fallen ihnen Wege ein, WIE sie das tun können und  WAS sie tun, ist dann eigentlich nur der Ausdruck im Aussen für ihr WARUM.

Wenn diese 3 „Aspekte“, das WARUM, das WIE und das WAS übereinstimmen und dieselbe Ausrichtung haben, dann bin ich authentisch, dann bin ich kongruent, dann LEBE ich das, was ich glaube. Dann lebe ich meinen Werten und meine Stärken entsprechend.

Meine Vision von der Welt besteht aus Menschen, die ihr WARUM kennen und leben und sich gegenseitig wertschätzen und unterstützen.

WARUM tust DU, was Du tust?

Warum Wie Was

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Kindermund – Organ abgetrennt?

Interessantes Gespräch mit dem kleineren Schneeflöckchen, warum sie ihren Englisch- und Klassenlehrer am Anfang mochte und jetzt nicht mehr:

„Anfangs war er immer nett und freundlich und hat gesagt, wenn Ihr was nicht versteht, dann könnt Ihr fragen. Jetzt sagt er immer: Selber schuld, hättest mal mehr getan. Und er ist gar nicht mehr nett.“ Da ich weiss, dass er gesundheitliche Probleme hat(te?), versuche ich zu vermitteln und schlage vorsichtig vor: „Vielleicht geht es ihm nicht so gut nach seiner OP?“

Die Antwort: „Na, die können ihm ja wohl nicht das Nett-sei-Organ abgetrennt haben, oder?“ *RIESENSMILE*

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mr._nett

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Kindermund – Kundenorientierung:-)

In unserem Viertel gibt es eine tolle Apotheke mit ausgesprochen netter und kompetenter Beratung. Und für je 10 Euro Einkauf gibt es einen sogenannten „Bärentaler“. Mit einem Bärentaler kann man  bei dem Bäcker nebenan mit der gar nicht so freundlichen und schon oftmals belehrenden Bedienung entweder 2 normale Brötchen oder 1 Mehrkornbrötchen erwerben. Und die verrechnen das irgendwie mit der Apotheke.

Da der Bäcker eben nicht so unser Lieblingsbäcker ist wegen der nicht so freundlichen und schon oftmals belehrenden Bedienung, kaufen wir unsere Brötchen beim „anderen“ Bäcker in unserem Viertel. Und so sammelte sich eine ganze Spardose Bärentaler an. Und dann dachte ich auf einmal, jetzt löse ich doch einfach mal nach und nach unsere Bärentaler ein… Also hole ich seit Monaten mindestens einmal die Woche dort eine Tüte Brötchen und gebe keinen Cent dafür aus. Da wir aber so viele Bärentaler haben, bekomme ich schon langsam ein schlechtes Gewissen und hoffe, dass denen das noch nicht aufgefallen ist. Das erzählte ich gestern dem kleinen Schneeflöckchen (11 Jahre und 11 Monate alt).

Sie guckt mich an und sagt: „Das kann Dir doch egal sein, was die von Dir denken. Du bist ein Kunde. Und wenn Du nicht mehr kommst, dann bist Du kein Kunde.“ Ganz einfach:-)

Wieder was gelernt – vielleicht kann ich das in meinem nächsten Verkaufstraining anbringen:-).

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Brötchen

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Gedankenkarussell – Das Leben

Für mich ist das Leben kein kurzer Kerzenstummel. Es ist eine Art wunderbarer Fackel, die ich für einen Moment halten darf.

George Bernard Shaw

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fackel

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Familie Malentes „99 Luftballons“

Der 80er Jahre Spaß!
Ja, ja, ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, denn Familie Malente drückt den Rückspulknopf und nimmt Sie mit in eine nahe, ferne, fremde sehr bekannte Zeit: in die Wahnsinns 80er!
Damals, als Kassetten- und Videorekorder als Nonplusultra galten, Schulterpolster, Karottenjeans und Bundfaltenhosen noch nicht peinlich waren, als Dallas und Denver, Lindenstrasse und Schwarzwaldklinik in der Glotze liefen und bei der Aerobic auf dem Walkman die Hits von Nena, Modern Talking und Madonna zu hören waren, da steigerten wir das Bruttosozialprodukt!
Schnallen Sie sich die Rollerskates unter, und reiten Sie in neonbunten, grellen Farben mit, auf einer neuen „Deutschen Welle“.
Wo? Da-Da-Da!… in der neuen Spaß-Show von Familie Malente mit unglaublichen Frisuren, schrill- bunten Kostümen und jeder Menge Musik von NDW über Schlager bis zu Pop und Punk!

Ihre 70er Jahre Show war schon grandios und auch mit den 80er bescherten sie uns einen grossartigen Abend, wir haben so viel gelacht, absolut empfehlenswert. Was da alles für Erinnerungen hochkommen, schliesslich waren die 80er Jahre (ausser das Jahrzehnt des schlechten Geschmacks) unsere Jugendzeit… Noch bis 29.06. in Düsseldorf und danach in Hamburg. Und nein, ich bekomme keine Prozente:-). Mehr unter www.familiemalente.de

99-luftballons-plakat-2011

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Kindheitserinnerungen

Was hab ich als Kind unseren Garten geliebt – der Rasen war gepflegt und trotzdem ein Nutzrasen, und es wuchsen unendlich viele Gänseblümchen und Pusteblumen dort. Und dann war ich am freitags immer tief betrübt, wenn der Rasenmäher all meine schönen Blümchen wegmähte… zum Glück waren die nicht nachtragend und wuchsen immer wieder nach.

Daran musste ich denken, als ich neulich durch den wunderschönen Nordpark fuhr mit dem Fahrrad und diese Wiese sah:

Frühling (7)   Frühling (8)

Und diese Bäume, die erinnern mich auch immer an unseren Vorgarten. Ich sammelte einmal die Blätter für ein Herbarium in Biologie und beschriftete sie mit „Japanische Kirsche“, was mir meine Mutter geflüstert hatte – meine Biolehrerin war der Meinung, das sei FALSCH, jetzt weiss ich bis heute nicht genau, wie diese Bäume heissen; aber ich finde sie unglaublich schön, wenn sie so prachtvoll blühen:

Frühling (2)

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„Weg-von“-Muster im Verkauf

Hier nun die versprochene Geschichte aus dem Leben zum diesem Musterpaar

Einen Bikini zu kaufen ist für (fast) alle Frauen mit einer starken „weg-von“-Motivation verbunden. „Ich suche schon ewig und finde nichts, was passt.“ „Das hier sieht nicht schön aus.“ „So kann ich doch nicht losgehen.“ „Ich will nicht, dass das da so rüberquillt.“ „Nein, damit sieht meine Brust so gross/klein aus.“ „Nein, einen so hohen Beinausschnitt mag ich nicht.“ „Das Oberteil ist überhaupt nicht vorteilhaft für mich.“ „DAS kann ich überhaupt nicht tragen.“ „Ich finde nie einen Bikini, der richtig passt.“  Erstaunlich, wie unzufrieden Frauen mit ihrer Figur sind – zumindest wenn sie Bikinis kaufen wollen. Auch die mit Grösse 36 haben so ihre „Stellen“, die sie nicht mögen.

Und da war dann die Kundin, die sich lange nicht entscheiden konnte und schon ewig probierte. Als sie sich dann endlich entschieden hatte, sah sie auf dem Weg zur Kasse doch noch ein anderes Modell, das sie auch noch wieder probierte. (Was für eine Geduld, sich immer wieder komplett aus-und anzuzuziehen!). Und sie fragte mich wieder nach meiner Meinung. Da half es dann, ihr genau in ihrem „weg-von“-Muster (ehrlich) zu antworten: „Dieses Oberteil macht genau das, was sie ja eigentlich NICHT wollten.“ Da stutzte sie kurz, lächelte mich an und sagte: „Sie haben total recht, ich nehm jetzt den anderen.“ Sprach’s, zahlte, bedankte sich herzlich für die gute Beratung und ging zufrieden aus dem Laden.Immer wieder toll und effektiv, die Motivationsprofile…:-)

Immer wieder begeisterte Grüsse Andrea

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sea folly

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