Gedankenkarussell – Das Leben

Für mich ist das Leben kein kurzer Kerzenstummel. Es ist eine Art wunderbarer Fackel, die ich für einen Moment halten darf.

George Bernard Shaw

Bildquelle

fackel

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29 Kommentare

Eingeordnet unter Blickwinkel, Leben, Menschen, Philosophieren, Wahrnehmung, Werte

29 Antworten zu “Gedankenkarussell – Das Leben

  1. Und wenn man es versteht mit den Flammen richtig umzugehen, macht das einem selbst und den anderen Freude…

    Flammenspiele

  2. Doch durch Erfahrungen in meiner sehr, sehr langlebigen Verwandtschaft (88, 88, 98, 99) komme ich (leider) zu der Erkenntnis, wenn man diese wunderbare Fackel zuuuuu lange hält oder auch halten muss, kann es am Ende mehr als schmerzhaft sein. Ich würde mich gern mit 75 oder bestenfalls 80 guten Jahren begnügen.
    Mit Gruß von Clara

    • @ Clara
      Auch ich kenne in meiner Umgebung langlebige Zeitgenossen, solche, denen man wünschen würde, dass sie diese Fackel abgeben klönnten, aber auch solche denen ich wünsche, dass sie ihre Fackel noch lange halten dürfen.
      Menschen, deren Leben für sie selbst und für ihre Umgebung eine wirkliche Last ist, solche die mit der Last ihrer körperlichen Gebrechlichkeit sehr geduldig umgehen und mit einer selbstverständlichen Fröhlichkeit auch anderen viel geben können.
      Wie viele Jahre ich mir für mich selbst wünschen will, das möchte ich eigentlich gar nicht entscheiden – 75 ? 80 ? 85 ? keine Ahnung. Vielleicht ist die Beantwortung dieser Frage gar nicht so wichtig. Viel entscheidender ist es, die Gegenwart so gut wie möglich zu leben. Das ist die beste Vorbereitung auf das Alter.

      • Sicher hast du Recht – bei meiner Mutter war es bis 95 noch ziemlich gut, dennoch hätte ich nicht so leben wollen. – Ich habe schon als Kind gesagt, dass ich nicht richtig, wirklich richtig alt werden möchte, warum auch immer ich das damals schon glaubte.
        Mit fast 68 muss ich mich kaum noch auf das Alter vorbereiten, denn ich bin wirklich schon mitten drin – und vor allem meine Hörbehinderung erschwert die Kommunikation, für mich ein wesentlicher Bestandteil des Lebens, sehr stark. Meine Mutter ist jetzt fast taub – und ich habe viele Jahre früher mit diesem „Leiden“ angefangen. – Ich denke, ich weiß jetzt wirklich, warum ich nicht viel älter als 80 oder überhaupt so alt werden möchte.

      • Lieber Werner, ja im Hinblick auf das Alter und dass wir nicht wissen, wie wir es erleben werden, ist es wichtig, heute zu leben… Liebe Grüsse Andrea

    • Liebe Clara, natürlich kommt es auch drauf an, wie fit man noch ist – geistig und körperlich… Mein Grossvater hat bis kurz vor 90 noch ein schönes Leben gehabt, die restlichen 2 Jahre war er dann leider schon ziemlich dement, aber wenigstens körperlich war noch alles ok. Herzliche Grüsse zu Dir, Andrea

      P.s. ich kenne mich nicht aus, aber gibt es denn keine „Geräte“, die das mit dem Gehör zumindestens verbessern?

  3. Mr. Shaw trifft es, wie so oft, sehr gezielt auf den Punkt!

    Allerdings gibt es unterschiedliche Arten von Fackeln. Diejenigen, die wärmen und ein angenehmes, harmonisches Licht verbreiten. Und diejenigen, die nicht im Zaum bleiben, den Halter verbrennen und mit ihrem Licht blenden.

    Solange die Fackel ein zartes Licht und Wohlsein zur Folge hat, möge sie weiter brennen und gehalten werden. Doch sobald sie ihre Wirkung ins Gegenteil verkehrt, sollte sie losgelassen werden dürfen oder bestenfalls von selbst erlöschen.

    • …bestenfalls von selbst erlöschen… liebe Skriptum, das ist/wäre manchmal ein Segen. Wenn jedoch, wie bei meinem Grossvater, das Herz noch sehr stark ist, dann dauert es manchmal eben etwas länger… Das ist ein anderes Thema für einen anderen Post… Herzliche Grüsse Andrea

  4. ich gebe zu, ich möchte die Fackel noch lange halten und diesen meinen jetzigen Zustand genießen, wunderschönen Tag, Klaus

  5. Liebe Andrea,
    so kann man es auch ausdrücken, der Spruch hat was.
    Zum Glück kann man sich nicht wünschen, wie lange die Fackel glühen möge.
    Das alles steht längst fest, wie und wann unsere Fackel erlischt.

    • @ minibares
      Leider meinen immer mehr Menschen, man soll es selbst entscheiden dürfen, „wann es Zeit ist“.
      Ich halte das für eine sehr bedenkliche Entwicklung, die vielleicht auch dadurch begünstigt wird, dass wir sehr schnell versuchen allem auszuweichen, was unangenehm sein könnte. Schwierigkeiten werden nicht mehr ausgehalten sondern möglichst umgangen. Das fängt schon damit an, dass wir unseren Kindern alle Probleme aus dem Weg räumen wollen, statt ihnen zu zeigen, wie man schwierige Situationen durchstehen kann und dadurch stark wird.

      • Schau dir die vielen gescheiterten Ehen an. Da will auch keiner mehr einstecken oder zurückstecken.
        Da geht es dann um Selbstverwirklichung.
        Das habe ich in zwei Fällen mitbekommen.
        Sie kannten sich schon jahrelang. Dann eine grooooooooße Hochzeit und nach zwei Jahren war es vorbei.
        Wir sind in diesem Jahr 40 Jahre verheiratet. Es gab natürlich Höhen und Tiefen. Aber wir planen weiter für unsere Zukunft.

      • Lieber Werner, ich glaube schon, dass Menschen, die kein menschenwürdiges Leben mehr führen können, selbst entscheiden sollen dürften… Ich gebe Dir auch recht, dass heutzutage oft zu schnell aufgegeben wird und wir tun unseren Kindern keinen Gefallen für ihr Erwachsenenleben, wenn wir möglichst alle Schwierigkeiten einfach aus dem Weg räumen – lieber unterstützend zur Seite stehen, das ist meiner Meinung nach der richtige Weg… Liebe Grüsse Andrea

    • Liebe Bärbel, ist es wirklich so, dass es schon feststeht? Oder beeinflussen wir mit unserem Lebenswandel, mit unseren Energien/Gedanken und unserer Einstellung nicht auch so unseren Körper, dass wir zumindest einen Einfluss haben? Unser Körper sendet uns so viele Signale, wir hören sie manchmal nur einfach nicht… Philosophische liebe Grüsse Andrea

      • Liebe Andrea, gerade jetzt lerne ich meinen Körper neu kennen…
        Es ist ein echter Umbruch in mir. Aber wir arbeiten gemeinsam daran, dies anzunehmen und zu einem hoffentlich guten Ziel zu kommen.

        Zu deiner Frage, davon bin ich überzeugt, dass der Herrgott unser Leben gleich zu Anfang durchgeplant hat.

        • Liebe Bärbel, das klingt nach ziemlichen Veränderungen; ich erinnere mich, dass ich etwas von Rückenproblemen bei Dir gelesen habe… Dann wünsche ich Dir, dass Ihr Euch nicht nur gut kennenlernt, sondern auch „einigen“ könnt, Deine Körper und Du…! Hab eine schöne Wochen, liebe Grüsse Andrea

          • Lieben Dank.
            Ich bin ja immer noch jede Woche beim Physiotherapeuten. Es braucht seine Zeit, da sind wir uns einig.
            Immerhin kann ich jetzt schon ein paar Kilometer gehen, ohne Pause machen zu müssen. Allerdings erheblich langsamer als früher.
            Alles ist neu, morgen kommt der Magen dran, dass ich Reflux habe, weiß ich. Nur der Kehlkopf ist angegriffen, das hindert mich am Singen…
            Da hoffe ich nun auf Besserung.
            Genau, der Körper zeigt sich mir irgendwie neu.

            • Liebe Bärbel, ich hoffe, „der Magen kommt dran“ heisst nichts Schlimmes? Ich wünsche dir gute Besserung für alles, was da im Moment nicht richtig funktioniert. Ich überlege in solchen Situationen immer, was mein Körper mir wohl sagen möchte… Vielleicht kann dir das auch ein bisschen weiterhelfen… Alles Liebe und Gute, herzlichst Andrea

              • Könntest du bei mir nachlesen.
                Kein Reflux, aber chronische Kehlkopfentzündung.
                doch das seh ich locker, Hauptsache kein Reflux.
                Damit hatte ich nun schon bestimmt 2 Jahre gelebt, und mich entsprechend verhalten…

  6. @ Bärbel und @Werner – das sind stolze Zahlen und dazu kann ich echt gratulieren!

  7. Hase

    Liebste Andrea,
    danke für dieses schöne Zitat !
    Das Leben ist ein Geschenk,
    wie schnell kann die Flamme erloschen sein.

    Wir sind die nächste Woche 26 Jahre verheiratet und es wird immer besser.
    Wir arbeiten dran. Ich bin sehr dankbar. Und unsere Tochter, die schon drei Monate in Nicaragua ist, freut sich mit uns darüber und sie bedankt sich immer wieder bei uns, dass wir sie unterstützen und dass sie stolz auf unsere Familie ist. Wir haben es schon erlebt, dass das Leben am seidenen Faden hängt und dass die kleine Lebensflamme noch einmal zum Brennen gekommen ist….
    liebe Grüße und alles Gute
    Erika 🙂

    • Liebste Erika, ja das Leben ist ein Geschenk, da bin ich ganz Deiner Meinung! 26 Jahre, waoh, das ist eine lange Zeit. Es schweisst eine Familie schon zusammen, wenn auch mal etwas nicht so „rund“ läuft – das klingt bei Euch schon immer durch, so schön. Deine Tochter ist ja sehr aktiv, toll dass sie so die Welt kennenlernt… Herzlichste Grüsse zu Dir Andrea

  8. liebste andrea (nun einem glass wasser mir hier gemütlich machend)

    zuerst mal zu den gedanken die ich oben nur teilweise mitlesen konnte:
    ich kenn viele, die nicht alt werden möchten unter den voraussetzungen, dass sie einiges einbüßen müßen:hören,sehen,mobilität,….
    hier in der rehab treffe ich auf menschen, die dennoch genau diesen einschrnkungen versuchen zu stellen und neue lebensfreude an dingen finden, an die sie früher keinen gedanken verschwendet hätten.
    Alles leicht gesagt, ich weiß. Auch ich hab oft über die frage nachgedach und was meinen körper angeht, geht jetzt schon einiges schwerer und langsamer (Trotz noch jungen jahren..du weißt). Solang ich noch lebensfreude empfinden kann, geht es weiter…und ich trage diese fackel gerne…

    Allerliebste grüße von babsi

    • Liebste Babsi, ja da hast Du bestimmt einen besonderen Blick drauf, auf diese Fackel… Ich wünsche dir, dass Dir die Rehab so richtig gut tut und Dir weiterhin ein Leben mit viel Freude ermöglicht!!! Alles Liebe für Dich, Andrea

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