Kindermund – Kundenorientierung:-)

In unserem Viertel gibt es eine tolle Apotheke mit ausgesprochen netter und kompetenter Beratung. Und für je 10 Euro Einkauf gibt es einen sogenannten „Bärentaler“. Mit einem Bärentaler kann man  bei dem Bäcker nebenan mit der gar nicht so freundlichen und schon oftmals belehrenden Bedienung entweder 2 normale Brötchen oder 1 Mehrkornbrötchen erwerben. Und die verrechnen das irgendwie mit der Apotheke.

Da der Bäcker eben nicht so unser Lieblingsbäcker ist wegen der nicht so freundlichen und schon oftmals belehrenden Bedienung, kaufen wir unsere Brötchen beim „anderen“ Bäcker in unserem Viertel. Und so sammelte sich eine ganze Spardose Bärentaler an. Und dann dachte ich auf einmal, jetzt löse ich doch einfach mal nach und nach unsere Bärentaler ein… Also hole ich seit Monaten mindestens einmal die Woche dort eine Tüte Brötchen und gebe keinen Cent dafür aus. Da wir aber so viele Bärentaler haben, bekomme ich schon langsam ein schlechtes Gewissen und hoffe, dass denen das noch nicht aufgefallen ist. Das erzählte ich gestern dem kleinen Schneeflöckchen (11 Jahre und 11 Monate alt).

Sie guckt mich an und sagt: „Das kann Dir doch egal sein, was die von Dir denken. Du bist ein Kunde. Und wenn Du nicht mehr kommst, dann bist Du kein Kunde.“ Ganz einfach:-)

Wieder was gelernt – vielleicht kann ich das in meinem nächsten Verkaufstraining anbringen:-).

Bildquelle

Brötchen

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22 Kommentare

Eingeordnet unter Blickwinkel, Düsseldorf, Kindermund, Kommunikation, Kundengeschichten, Leben, Menschen

22 Antworten zu “Kindermund – Kundenorientierung:-)

  1. Kindermund … ich sag’s ja immer wieder! ;o)

    Ganz ernsthaft: Man sollte Kindern (noch!) viel häufiger aufmerksam zuhören. Sie verkomplizieren die Dinge nicht so schnöselig, wie man es als Erwachsener oftmals tut. Sie sehen etwas und schlussfolgern einfach, was naheliegend ist. Ohne Schnörkel und Umwege.

    Um die Bärentaler schneller abzuarbeiten, hätte ich eine Idee: Schlag ihnen doch vor, wenn sie Dich ab sofort höflich (in Härtefällen sogar mit einem Lächeln) bedienen, dann zahlst Du das Doppelte! *g

    Ein unbezahlbar schönes Wochenende wünsche ich Dir, liebe Andrea! ☼

    • Liebe Skriptum, ja die Kinder – die machen uns manchmal noch richtig was vor… zum Glück können sie von uns auch noch manchmal etwas lernen und tun es auch:-). Zur Verteidigung einer Verkäuferin beim besagten Bäcker muss ich sagen, dass sie einigermassen freundlich (geworden) ist, allerdings hab ich grad bei der das Gefühl, dass sie mir „auf die Schliche gekommen ist“:-)… Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Dir herzlichst, Andrea

  2. sie hat doch recht, wenn sie sowas anbieten, dann kann ich damit machen, was ich will, allerdings, wenn sich schon Apotheken sowas einfallen lassen müssen, oha, dann ist es schon ganz schön weit, genieße den schönen Tag, Klaus

    • ….und wenn diese Bärentaler, die sichder Apotheker einfallen ließ, monatelang für wöchentliche Brötschentüten reichen, oha, dann ist es aber nicht sehr weit her mit der Gesundheit der Familie Kording.
      Gute Besserung!

      • Lieber Werner, ich kann Dich beruhigen: 1. bibt es für 1 Taler gleich 2 (normale) Brötchen, 2. kaufen wir in dieser Apotheke auch Dinge wie Vitamine, Sonnencreme, Gesichtspflege, Sportsalbe usw. usw. und 3. sind das die gesammelten Taler von ca. 2 Jahren… Wir sind überwiegend und gerne gesund:-)… Herzliche Grüsse Andrea

    • Lieber Klaus, ja klar hat sie recht, das ist ja das herrliche an ihrer erfrischenden Art:-)… Diese Apotheke gibt sogar mit Kundenkarte noch 5 % auf nicht-verschreibungspflichtige Produkte zusätzlich zu den Bärentalern… Und sie sind super freundlich und kompetent und auch immer gut besetzt, dass man selten länger als einen Kunden lang warten muss. Sozusagen vorbildlich… Liebe Grüsse Andrea

  3. Hase

    Liebste Andrea,
    das ist so treffend gesagt. Und obwohl Du das auch weißt, fällt es uns manchmal schwer, diese Gedanken , die eigentlich überflüssig wären, abzuschütteln. Wie schön….. Von Kindern können wir lernen…. immer wieder. Kompliment an Schneeflöckchen 🙂 Sie ist super 🙂
    liebe Grüße
    Erika 🙂

    • Liebste Erika, genauso ist es, wie Du es schreibst. Ich weiss es im Grunde, da es aber nicht mein Art ist, zu „schnorren“, mach ich mir „nen Kopp“… ausserdem ist es ja gar kein schnorren, denn ich hab ja an anderer Stelle dafür bezahlt… und JA, das Schneeflöckchen IST super! (das andere, schon grössere auch, da hab ich mal richtig „Glück gehabt“!). Herzlichst Andrea

  4. Die ständige Frage, „was ist, wenn …“ hindert uns oft an so klaren und einfachen Gedanken. Übrigens kenne ich so etwas auch von meinem Schatz. Mit seiner Erkrankung fielen diese ständigen Überlegungen weg. Anfangs fühlte ich mich immer gezwungen erklärend einzugreifen. Das mache ich aber scho lange nicht mehr. Es ist einfach nur erfrischend.
    Liebe Grüße
    Iris

    • Liebe Iris, oh da werdet Ihr bestimmt viele Situationen erlebt haben… Ja, manchmal machen wir uns einfach zu viel Gedanken – auf der anderen Seite gehört es für mich einfach auch dazu, rücksichtvoll und wertschätzend zu sein und dafür denke ich halt auch mal mehr nach…:-)… Alles Liebe für Dich, Andrea

  5. Herrlich, sie bringt es auf den Punkt, liebe Andrea. 🙂

    Ich hätte wahrscheinlich auch ein schlechtes Gewissen bekommen, genau wie du. Obwohl es ja eigentlich Quatsch ist, denn die Bärentaler sollen dich ja in die Bäckerei locken. Sie hoffen auf neue Kunden. Dann ist es an denen, dich zu überzeugen. 🙂 Wenn sie unfreundlich sind, selbst Schuld. Ich gehe auch nirgends hin, wo ich unfreundlich bedient werde. Es sei denn, ich hätte keine Wahl.

    Ach ja, manchmal kann man von Kindern noch viel lernen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

    • Liebe Martina, da sind wir völlig einer Meinung… die wollen mich ja in die Bäckerei locken und zack, bin ich da – mit Bärentalern „bewaffnet“:-)… Auch wenn dem Schneeflöckchen die Eigenschaft „Diplomatie“ komplett abgeht, bewundere ich sie für ihre direkt Art… Wenn sie ein bisschen von mir übernehmen würde, dann würde ich zum Tausch etwas von ihr nehmen:-). Liebe Grüsse zu Dir, Andrea

      • Ach ja, liebe Andrea, wenn so was ginge, das wäre schön. Da würde ich auch gerne mitmachen. Ich gebe etwas von mir ab und nehme dafür etwas von einer Person, die so direkt ist.
        Das wäre sehr hilfreich für manche Situationen. 🙂

        Liebe Grüße,
        Martina

        • :-), liebe Martina, das wäre toll, oder etwa nicht? Wären wir dann alle „zu gleich“? Nachdenkliche liebe Grüsse Andrea

          • Hmmm… gute Frage, Andrea. Möglich. Aber es gibt ja noch soooo viele andere Eigenschaften, die uns dann wiederum nicht gleich sein lassen würden.
            Mein Gott, war das jetzt richtig formuliert? *lach* Egal, du weißt sicher, was ich meine. 🙂
            Vielleicht wäre es dann harmonischer auf der Welt, freundlicher … andererseits vielleicht weniger erfrischend …
            Und würde man Freundlichkeit noch als solche sehen, wenn alle in dieser Hinsicht gleich/ähnlich wären? Oder spielte es dann keine Rolle mehr?

            So, wie es ist, können wir immerhin voneinander lernen. Beide Seiten. Das ist vielleicht spannender, erfüllender, als einfach ein paar „Zutaten“ zu tauschen? Obwohl … man wüsste ja auch dann nicht, was im Gesamtbild dabei herauskommt. Schließlich hat ja jeder noch andere „Zutaten“ in sich. Wie wirkt sich das aus? 🙂

            Fragen über Fragen. 🙂

            Nachdenkliche Grüße,
            Martina

            • Liebe Martina, das sind gute Gedanken… Wir leben ja in der Polarität, also ohne Un-Freundlichkeit keine Freundlichkeit? Ich weiss es auch nicht, mit solchen Fragen bin ich auch leicht überfordert. Wie wäre es, wenn wir aus der Polarität damit aussteigen könnten? Genau wie Du schreibst, vielleicht spielte es dann keine Rolle mehr…
              Bis dahin können wir viel voneinander lernen, das mag ich auch sehr und Du weisst ja, dass ich mich mit den Geschichten von Menschen beschäftige (ja, auch mit den kreativ geschriebenen:-) ), ich bin gespannt, wie diese Geschichte weitergeht… Herzliche Grüsse Andrea

  6. Martina sagt es.
    „Ich gehe auch nirgends hin, wo ich unfreundlich bedient werde.“
    Das halte ich auch so.
    Und nun rat mal, warum ich immer wieder auf diesen blog komme. 🙂

  7. Ich habe es so verstanden, dass du so oder so nicht zum unfreundlichen Bäcker gehst. Und es dir aber auch beim freundlichen unangenehm ist, immer wieder mit den Bärentalern aufzutauchen.

    Ich denke auch, wenn du dich an den Rat vom Schneeflöckchen hältst, dann weißt du, dass du nichts Falsches tust und nur deinem „Recht“ nachkommst. Oder du nimmst zur Gewissensberuhigung mal eine Streuselschnecke dazu. 😉

    Lasst euch die (berl.) „Schrippen“ auch weiterhin schmecken!

    • Liebe Cali, ich gehe zum unfreundlichen Bäcker nur mit Bärentalern, d.h. ich hab dort seit Monaten nix bezahlt für meine Brötchen… Der freundliche Bäcker bekommt von uns Euros:-)… Stimmt, ich tu nix falsches, ich musste das wohl einfach mal so deutlich gesagt bekommen, von einer fast 12 jährigen:-) Herzliche Grüsse Andrea

  8. liebste andrea

    ich bin wieder die schreibsehnsucht hat sich nun doch etwas bahn gebrochen und ich habe wieder einen beitrag gewagt…nach fast einem halben jahr.habe oft an dich gedacht und hoffe es geht dir gut.

    ja die kleinen. weil sie noch nicht geprägt sind von regelnund moral, wasalles sich doch nicht gehört usw…

    recht hat sie!!!lass dir die brötchen schmecken :-)))))

    von herzen

    babsi

    • Liebste Babsi, wie schön, Dich wieder hier und bei Dir zu lesen! Ich hab immer mal wieder bei Dir vorbeigeschaut und mich gefragt, wie es Dir wohl geht. Ja die kleine Maus, die ist ein sehr direkter Mensch, manchmal ist es „autsch“, meistens ist es erfrischend und hilfreich. Herzlichste Grüsse zu Dir, Andrea

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