Monatsarchiv: August 2013

Ach neeee….

…noch nicht, lieber Herbst. Ich mag Dich wirklich, aber jetzt doch noch nicht. Oder hat unser Mandelbäumchen einen falschen Kalender?

Garten

… zum Glück hat das Orangenbäumchen noch nichts gemerkt, also pssssst!

Garten (2)

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Eis des Jahres 2013

… wer weiss, welches das ist? Zitrone-Basilikum. Hört sich im ersten Moment komisch an, aber als ich es in unserer Lieblingseisdiele am Klemi (Klemensplatz) bestellte, war ich hin und weg – total erfrischend und einfach nur lecker! Das kommt jetzt jedes Mal ins Hörnchen:-). Und dann dazu als zweite Kugel wahlweise Karamel, Cookies oder Joghurt…

Was ist Euer Lieblingseis des Sommers?

Bildquelle

eis-des-jahres-2013

p.s. es wird nicht wirklich mit Basilikum serviert 🙂

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Das Dorf der Gewinner

Im Flugzeug bekam ich die „Welt am Sonntag kompakt“ in die Hand und stiess auf einen kuriosen Artikel über „das Dorf der Gewinner“.

300km entfernt von Barcelona im Landesinneren liegt das kleine Dorf, in dem es Tradition ist, dass der Hausfrauenverein die Lose für die Weihnachtslotterie kauft. Auch im vorletzten Jahr fuhren die Hausfrauen zum 20 km entfernten Lotto-Kiosk und zahlten die gesammelten 6000 Euro ein. Sie teilten die Lose auf und denen, die die Anteile nicht bezahlen konnten, liehen die Hausfrauen das Geld dafür. Sie gewannen insgesamt 780 Millionen Euro mit diesen Losen!

Selbst die kleinstmögliche Beteiligung an einem Los brachte 100’000 Euro ein. Nur ein Bewohner bekam nichts, er hatte es abgelehnt, ein Los zu kaufen. Ein paar seiner Freunde gaben ihm von ihrem Gewinn etwas ab.

Und was machten die Menschen mit ihrem Gewinn? Eine Frau hat sich ein Esszimmer gekauft, Anbauten wurden gebaut, Fassaden gestrichen, die Frauen kauften sich neue Küchen, die Männer einen neuen Traktor, eine Frau sagte, sie esse mehr Fleisch und in der Bar wurde mehr Whiskey bestellt.

Niemand hat aufgehört zu arbeiten, die Farmer sitzen weiter morgens um sechs auf ihren Traktoren. Es ist auch niemand weggezogen, obwohl die Makler, die ihnen teure Wohnungen in Barcelona verkaufen wollten, pentrant waren.  Es gab einige grosse und einige kleinere Reisen. Das Leben wurde sorgloser. Die Alten spielen noch immer täglich um 16 Uhr Karten in der Bar. Die einzige Friseurin dachte an den Ruhestand, aber wer sollte den Leuten dann die Haare schneiden? Für die Weihnachtslotterie kaufen immer noch alle Lose, bis auf den einen. Die Bürgermeisterin hofft, dass abgewanderte Bewohner ins Dorf zurückkehren werden.

Der Hausfrauenverein hat ein äusserst kurioses Problem: Sie konnten nicht  alle Lose verkaufen und sitzen noch immer auf 400.000 Euro. Davon veranstalteten sie bereits ein grosses Fest mit Langusten und Champagner für alle, das kostete aber nur 10.000 Euro. Der nächste Plan ist ein Zentrum für Hausfrauen. Sie sitzen oft zusammen und suchen nach einer Idee; aufteilen muss man das Geld nicht, es hat ja jeder genug.

Bildquelle

Lottogewinn

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Abenteuer Aetna

Von unserem Feriendomozil auf Sizilien aus konnte man die ganze Zeit den Aetna sehen, wenn er nicht von Wolken und Nebel verhangen war, was normalerweise im Laufe des Vormittags immer geschah. Morgens konnte man ihn an guten Tagen mit blauem Himmel erwischen:

Aetna 3 (2)

Er ist auch noch aktiv. 2 Monate vor unserem Urlaub hat es 2 Stunden lang graue Asche geregnet. Die Spuren waren noch immer deutlich zu sehen.

Und wenn wir schon so nah dran wohnten, „mussten“ wir natürlich auch hinfahren. Uns war klar, dass es dort oben kälter sein würde, immerhin kann man bis auf ca. 1800m mit dem Auto fahren. Von dort geht die Gondel auf ca. 2400m und dann kann man noch zu Fuss weitergehen auf 3.345m. Schon auf 1800m war es so eisekalt, dass die Leute sich mit Handtüchern einwickelten und dicke Fleecepullover kauften.

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Im  Winter ist hier sogar ein Skigebiet mit allem, was dazu gehört, Skiservice, Gondel und Skischule.

Aetna 3

„Riparazioni sci e snowbaord“, so hat mein alter Arbeitgeber auch mal angefangen, mit einer kleinen Hütte…

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Die Piste endet im Winter hier, unvorstellbar, dass man auf dieser Lava-Wüste Skifahren kann:

Aetna (2)

Die Natur sich auf der Lava wieder breitgemacht, das Spiel von Geröll und Grün ist faszinierend; hier im kleinen…

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und hier im grossen Stil:

Aetna (11)

Wir waren nicht weiter oben, weil alles nebelverhangen war und die Sicht immer schlechter wurde, aber es war trotzdem ein faszinierendes Erlebnis und auch ein ganz bisschen unheimlich…

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Blick ins Tal zum Meer…

Da haben wir ihn uns schlussendlich lieber wieder „von unten“ angeschaut (hier von Taormina aus)

Aetna-Blick  von Taormina

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Hibiskus, die Zweite

Ich glaube, die Hibiskus hat gemerkt, wie sehr sie in positiver Aufmerksamkeit badet, nachdem auch mein Artikel über sie so gut ankam und hat sich jetzt ganz besonders viel Mühe gegeben, wunderschön zu sein… 🙂

Hier noch ein paar Fotos:

Hibiskus8 (5)

Schaut Euch mal die Proportionen an zwischen Topf, Stiel, Knospe  und Blüte… beeindruckend!

Hibiskus8 (6)

Die Blüten sind sowas von riesig…

Hibiskus8 (1)

… und kuscheln auch noch, wenn sie längst verblüht sind:-)

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Beeindruckender Film: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger

Zum Sommer in Düsseldorf gehört das Frankenheim-Kino, openair direkt mit Blick auf den Rhein hinter der riesigen Leinwand, ein unglaubliches Erlebnis. Das Schneeflöckchen durfte sich einen Film aussuchen und wählte Life of Pi. Ein Film, den ich mir niemals ausgesucht hätte. Ich mag keine Filme über Schiffbrüche, ich kann es nicht sehen, wenn mit Tieren schreckliches passiert und vieles mehr sprach „eigentlich“ dagegen.  Und nun bin ich einfach nur sehr froh, dass sie diesen Film, der auf einer Buchvorlage basiert, ausgesucht hat. Ich bin noch immer tief beeindruckt. Es ging um soviel mehr als Schiffbruch, Überleben auf See und Tiere.

Die Zeit online beschreibt es so:

„Im Buch geht es um die Macht des Erzählens, um Spiritualität und Vorstellungskraft und darum, Dinge anzunehmen, auch wenn man sie sich nicht erklären kann“, sagte Ang Lee bei der Filmpremiere in London. Um die Geschichte von einem Jungen und einem Tiger zu erzählen, bedient sich der Regisseur nun im bildgewaltigen Fundus dreier Weltreligionen: Hinduismus, Christentum und Islam. Allen dreien hatte sich Pi schon als Kind verschrieben. Der Sohn eines Atheisten liebt Brahma und Shiva, die er aus den Gutenachtgeschichten seiner Mutter kennt. Er verehrt Jesus, mit dessen Wirken ihn ein katholischer Priester vertraut gemacht hat, und hält auch am Wort Mohammeds fest, das Allah preist. Für Pi sind Religionen nur die Glasplättchen eines Kaleidoskops, durch das man einen Blick auf Gott werfen kann. Nun, auf einem scheinbar endlosen Meer treibend, gelangt selbst er an die Grenzen seines Glaubens. […]

So wird der Ozean, dessen Bewegungen in einem mit 6,5 Millionen Liter Wasser gefüllten Tank simuliert wurden, zur Referenz des Göttlichen. Er brüllt und atmet. Er verbindet sich mit dem Himmel. Wolken ziehen vorüber, Wellen. Straßen von Fischen. Nachts wird der leuchtende Plankton zu Planeten. Alles ist belebt, bewegt sich, ist eins.

Es ist eine Schöpfungsgeschichte, die hier in (über-)reichen Bildern erzählt wird – und eine vom Fressen. In einem traumtiefen Ozean jagen gigantische Kalmare nach Walfischen, schwimmen Zebras und Hyänen zwischen Mantas und Haien. In dieser Ursuppe ist der Mensch nicht mehr als ein Schwebeteilchen. Bald wird auch er gefressen werden.

„Irgendwann kommt der Moment im Leben, in dem der eigene Glaube getestet wird“, sagte Ang Lee über die Dreharbeiten. Der Oscar-Preisträger hatte Schwierigkeiten, sich für die endgültige Fassung des Films zu entscheiden. Horror oder Wunder? Das Kino ist ein Medium, das die Mittel für beides bietet. Sind die Kinogötter gnädig, kann es sogar Nihilismus und Glauben in einem Film vereinen – und uns gleichzeitig trösten.“

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Hibiskus – eine wunderbare Pflanze

Unsere  Hibiskus-Pflanze bringt mich immer wieder und wieder zum Staunen. Sie treibt wunderschöne Blüten und letztens schaffe sie es, innerhalb einer Stunde 4 (!) Knospen auf einmal zu riesigen Blüten zu verwandeln:

Hibiskus2

Hibiskus2 (1)

Hibiskus2 (3)

und am Abend schloss sie die Blüten wieder…

Hibiskus 4

… es warteten nämlich schon wieder 6 neue Knospen auf das Erblühen, für die sie ihre ganze Kraft braucht… eine wunderbare Pflanze, ich bin immer wieder begeistert…

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