Gedankenkarussell – Empathie

Empathie ist die Fähigkeit,

  • sich in andere Menschen hinein versetzen zu können
  • fremdes Erleben nachzuvollziehen
  • einen Perspektivwechsel vorzunehmen die Gedanken, Gefühle, Sichtweisen,Bedürfnisse, Werte und Absichten anderer Personen zu verstehen
  • mit Fingerspitzengefühl für zwischenmenschliche Beziehungen und Emotionales voran zu gehen

Empathie ist nicht gleich Sympathie

Sich in die Gedanken – oder Gefühlswelt eines anderes hinein zu versetzen, hat nichts damit zu tun, ob ich sie oder ihn mag. Es geht vielmehr um meine Präsenz für den anderen; es geht darum, sich einfühlen, ohne zu bewerten.

Empathie ist nicht Zustimmung

Ich muss keineswegs einer Meinung mit der anderen Person sein, um sie zu verstehen. Auch wenn ich das Verhalten eines anderen nicht gutheißen, kann ich aber nachvollziehen, was ihn oder sie antreibt, motiviert und prägt.

Empathie ist nicht Passivität

Empathisch zu sein bedeutet nicht, wie ein nasser Waschlappen ohne eigene Bedürfnisse und eigenen Ausdruck zu bleiben. Empathie ist ein aktiver Prozess der Präsenz, des Zuhörens, des Beobachtens und des inneren sich Öffnens für jemand anderen als mich selbst.

Textquelle

Und für mich gehört zu Empathie eine gesunde, fast kindliche Neugier, das echte Interesse an anderen Menschen, Respekt, Achtung und Wertschätzung anderen gegenüber und nicht zuletzt ein grosse Portion Toleranz.  Es geht nicht um gutheissen, sondern um verstehen. Und für mich gilt: wenn ich verstehe, WARUM jemand etwas tut, dann ist es für mich (meistens, natürlich nicht bei Verbrechen usw.) ok, auch wenn ich es anders machen würde. Deshalb ist Empahtie für mich -persönlich und beruflich – sehr wichtig und WERTvoll. Sie ist für mich die Basis für gute Beziehungen.

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empathie

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17 Kommentare

Eingeordnet unter Blickwinkel, Coaching, Gedankenkarussell, Kommunikation, Leben, Menschen, Veränderung, Wahrnehmung, Werte

17 Antworten zu “Gedankenkarussell – Empathie

  1. Liebe Andrea, genau das muss ein Pädagoge beachten, ja, es muss sein Motto sein, eine gute Woche wünsche ich, Klaus

  2. Sehr interessante Ausführungen, denen ich gern und überzeugt zustimme!

    Selbst bei bestimmten Verbrechen könnte ich Empathie bzw. Verständnis aufbringen. Aber diese Fälle halten sich in sehr engen Grenzen.

    • Ja, liebe Pixelspielerei, ich wollte es nur ein wenig „relativieren“ mit der Empathie. Und es ist auch menschlich, bei gewissen Dingen auch weder Verständnis noch den Wunsch nach Verständnis zu verspüren… Ich denke, Du verstehst… Liebe Grüsse Andrea

  3. Das Bild ist cool dazu, liebe Andrea. 🙂
    Es kommt eben auf die Perspektive an.

    Die Ausführungen finde ich sehr interessant und kann nur bei allen Punkten zustimmen.

    Ich selbst fühle mich manchmal im Zwiespalt. Ich kann mich relativ gut in andere hineinversetzen. Manchmal weiß ich dann nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Vorallem, wenn ich selbst verletzt wurde. Aber wie kann ich noch für mich kämpfen/eintreten, wenn ich den anderen aus seiner Sicht so gut verstehe. Hach, es ist schwer zu erklären, was ich meine, aber du verstehst mich vielleicht trotzdem. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

    • Liebe Martina, ja das kann ein echter Zwiespalt sein und ich versteh sehr gut, was Du meinst. Denn es geht mir manchmal ähnlich. Da bin ich manchmal zu sehr Harmonie-Mensch oder zu rücksichtvoll für andere und vergesse dabei mich selbst und meine Gefühle… Aber es wird schon viel „besser“:-). Liebe Grüsse Andrea

  4. liebste Andrea
    ein Thema, dass mich gerade in der Zweisamkeit immer wieder berührt. mitgefühl haben heißt nicht, sich einzufühlen oder auch wenn man gleiche Meinungen hat.überhaupt ist Empathie oft nicht leicht, denn es kann sich niemand in die welt eines anderen 100%ig hineinversetzen. wir können es versuchen, annehmen, in diese welt des anderen eintauchen.
    manchmal denke ich, ich kann mich ganz gut darauf einlassen…aber wenn eigene intensive Gefühle dazukommen, ist es eine Herausforderung 🙂

    danke für deine Gedanken dazu!!!

    herzliche wochenendgrüße von babsi

    • Liebste Babsi, das stimmt, wir können uns nicht 100% in jemanden reinversetzen (zum Glück, so durchschaut werden möchte ich dann auch nicht, smile), doch schon allein die Haltung, die hinter Empathie steht, die verändert Beziehungen sehr zum positiven. Wenn einem dann die Pferde mal durchgehen, na gut, wir sind Menschen:-). Und wenn man dabei dann trotzdem noch versucht, fair zu bleiben und die doofen Zuschreibungen (DU machst immer… wenn DU nicht…) wegzulassen, dann übersteht eine Beziehung so etwas sehr gut und wird vielleicht sogar noch inniger… Herzilche Montagsgrüsse Andrea

  5. Hallo Andrea
    Danke für diese verständliche Beschreibung von Empathie.
    Etwas, was ich immer wieder versuche, ist das Verstehen der Motive, das andere Menschen bei ihrem handeln antreibt.
    Liebe Grüße 🙂

    • Hallo liebe Schlafmütze:-), herzlich willkommen auf meinem Blog. Gern geschehen, schön dass Dir mein Beitrag gefällt. Und was Du immer wieder versuchst, das motiviert auch mich – verstehen, was andere antreibt; warum sie tun, was sie tun. Vielleicht magst Du auch mal hier schauen: findyourwhy.wordpress.com Das ist ein Blog von mir, der sich mit dem Thema beschäftigt. Liebe Grüsse Andrea

  6. Hase

    Liebste Andrea,
    danke für den schönen Beitrag. Ich glaube, dass ich mich gut in andere Menschen hineinversetzen kann und auch mit viel Gespür vieles wahrnehme, was die Menschen nicht von selbst „preisgeben“. So habe ich schon manchen hart ummantelten Menschen im zarten Kern kennengelernt. Das ist sehr spannend. Auch mit Kindern kann ich mich gut hineinversetzen. Zur Zeit bin ich im zweiten Schuljahr der Grundschule als Leselernhelferin tätig ehrenamtlich und begleite Kinder einzeln beim Lesenlernen und Umgang mit der Sprache. Das macht viel Spaß. Auch bei den alten Menschen im Altenheim habe ich oft einen ganz innigen Draht zu einzelnen. Es erfüllt mich mit großer Freude.
    hier ein kleiner Bildergruß aus Köln vom Montag

    http://www.eigentliches.com/2013/09/eigentliche-eindrucke-aus-koln/

    liebe Grüße
    Erika 🙂

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