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(Alles andere als) Alltäglichkeiten – Knöpfe

Alltäglichkeiten

Die sechste Woche ist in Luise-Lottes Projekts “Alltäglichkeiten” angebrochen und heute lautet das Thema “Knöpfe“; angeregt durch die Antwort auf meinen Kommentar bei Skriptum hab ich meine Knopf-Kisten wieder einmal herausgesucht. Eine Reise in die Vergangenheit, denn – wie die wenigsten von Euch wahrscheinlich wissen- habe ich vor vielen Jahren 5 Jahre lang bei Europas grösster Knopf-Firma gearbeitet. Ein scheinbar kleines Accessoire – und doch voll faszinierender Geschichten, unglaublich viele Arbeitsgänge bis zum fertigen Produkt und sehr viel Design und tolle Materialien.

Zu der Zeit war kein Knopf vor mir sicher- wenn ich etwas kaufte und die Knöpfe nicht schön waren, wurden neue Knöpfe angenäht, manchmal mehrmals, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Kaum zu glauben, wie sehr sich ein schwarzes Kleid verändert, ob es mit cremfarbenen Perlmuttknöpfen bestückt ist oder mit silberfarbenen Metallknöpfen oder einfach mit schwarzen Hornknöpfen… und wenn ich nicht schon die Knöpfe umgenäht hatte, dann gab es  immer jemanden von den Kollegen oder sogar den Chef persönlich, der sagte: „DA muss aber noch ein anderer Knopf dran“:-).

Wenn jemand aus der Firma heiratete, dann wurde nicht Reis, sondern dann wurden Knöpfe geworfen. Knöpfe waren wirklich lange Zeit meine Welt. Ich konnte nicht NICHT hinschauen, wenn jemand etwas mit Knöpfen trug und Reissverschlüsse waren natürlich total verpönt:-). Ich hab meine Umgebung damit manchmal ein bisschen wahnsinnig gemacht, oft angesteckt und meistens fasziniert.

Am meisten Spass machten die Kinderknöpfe, da gab es eine freiberfufliche Designerin, die nur Kinderdesigns machte. Den Weg von der Zeichnung über die Fertigung bis zum fertigen Knopf in Gang zu bringen, hat mir sehr viel Spass gemacht.

Knöpfe

Eine sehr kleine Auswahl von Kinderknöpfen…

Knöpfe (1)

Fantasie-Blumen, in verschiedenen Ausrüstungen

Knöpfe (3)

Metallknöpfe, die gefielen mir am Besten. Wir haben manchmal Ohrringe draus gebastelt:-).

Knöpfe (4)

Perlmutt – so vielseitig in den Farben… eine Handwerkskunst, den Glanz so hinzubekommen… Drehen, Polieren, Trommeln usw., das gehört alles dazu…

Knöpfe (5)

weitere Naturmaterialien sind Horn (hier auch hochwertiges Hornimitat) und Bein; die wunderschönen Steinnuss-Knöpfe mit der typischen Maserung habe ich leider nicht gefunden, die kann man wunderbar färben und mit Schriftzügen prägen…

Knöpfe (2)

Spritzguss-Knöpfe, darunter der Klassiker: der „Karnevalsknopf“ in Übergrösse…

Knöpfe (6)

…und besonders berührt war ich über dieses Geschenk, der wurde nämlich nicht für jeden gegossen… ein Riesenknopf zum Abschied… er hat einen Ehrenplatz und ist schon 2mal mit mir umgezogen seit dem…

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Eingeordnet unter Leben, Menschen, Wahrnehmung

Musik und Singen

Da landete ich letztens auf you*tube bei Mornin‘ von Al Jareau , liess es im Hintergrund laufen und merkte erst am Schluss, dass ich fast das komplette Lied mitgesungen hatte und es mir richtig Spass gemacht hat. Singe ich heute noch Lieder mit? Bestenfalls den Refrain, zuminstens bei den Liedern, die viel im Radio gespielt werden, ansonsten summe ich gern mit. Aber ein ganzes Lied? Eher nicht.

Als Schallplatten (und später CD’s) kaufen für mich noch etwas Besonderes war (und ich kaufte wirklich nicht einfach wahllos, sondern sehr gezielt und ausgesucht, ich wollte ja nicht mein ganzes Taschengeld dafür ausgeben), da hab ich mich dann hingesetzt und die Texte erst mitgelesen, dann mitgesungen, immer und immer wieder bei den Liedern, die mir gut gefielen. Das war etwas ganz Besonderes für mich.

Macht „man“ das heute noch? Heute lädt man sich einen Song auf den Ipod und da ist er dann halt; vielleicht noch schnell einen Blick auf „songtexte.de“ und solange er neu ist, spielen wir ihn öfter, danach kommt er entweder in eine Playlist oder ab und zu zwischen den „zufälligen Titeln“ (unbestritten eine tolle Funktion)…  Vielleicht ist das nur so bei mir oder vielleicht gibt es für mich auch wenig Künstler, bei denen es sich lohnt, eine ganze CD zu kaufen…

Verrückt ist auf jeden Fall, dass ich diese Texte noch immer kenne und einfach so mitsingen kann, ohne nachzudenken. Und das ist eine ziemliche lange Zeit her! Das Gehirn ist schon echt toll:-)

Fazit: Ich werde wieder mehr singen, das macht Spass und Freude und tut gut.

Bildquelle

noten

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Eingeordnet unter Blickwinkel, Gedankenkarussell, Leben, Menschen, Musik, Veränderung

Tag- und Nachtgleiche – am 21.September

Am 21.September ist die Tag- und Nachtgleiche, wenn der Tag und die Nacht zum zweiten Mal im Jahr dieselbe Länge haben. Ein kurzer Moment, in dem sich alles in vollkommenem Gleichgewicht befindet. Es heisst, an diesem Tag steige der Sonnengott hinab in die Unterwelt und überlasse bis zu seiner erneuten Auferstehung im Frühling die Herrschaft über die Erde dem Gott der Dunkelheit.

Während die Wärme des Sommers zur Erinnerung wird und er Herbst bereits eine Ahnung des Winters mit sich bringt, bleibt also dieser eine, kurze Moment. Zum Innehalten, zum Danke sagen für all das, was die vergangenen Monate uns brachten. Träume und Erinnerungen; Erfahrungen und Prüfungen; Freundschaft und Liebe…

Eine weitere schöne mythologische Geschichte dazu findet Ihr hier und ein paar Gedanken zur Tagundnachtgleich hier

Herbstliche Allee am Bodensee

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Eingeordnet unter Blickwinkel, Leben, Wahrnehmung

Für Whitney

Wenn die Sonne
des Lebens untergeht,
dann leuchten die Sterne
der Erinnerung.

Whitney Houston ist gegangen, mit nur 48 Jahren. Es hat mich sehr traurig gemacht und sehr betroffen. In meiner Jugend wurde sie mit ihrer Musik berühmt, auf wie vielen Party’s haben wir zu ihren Hits getanzt. „Saving all my love for you“,  „I wanna dance with somebody“, „How will I know“, „All at once“, „Greatest Love of all“, „My love is your love“, „I’m every women“, „One moment in time“, „I will always love you“…  Ihre  Liedtitel sprechen für sich… Ich hatte alle LP’s von ihr und habe als treuer Fan natürlich auch ihre „Comeback-CD“ gekauft… Was für eine wunderhübsche Frau sie war, ihre aussergewöhnliche Stimme umfasste 3 Oktaven!

In Deiner Musik wirst Du für uns lebendig bleiben, hab eine gute Reise und mögest Du den Frieden finden, den Du auf Erden nicht (mehr) finden konntest…

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Gedankenkarussell – Sofa oder Sprungbrett?

Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein,
nicht ein Sofa.

Harold Macmillan

Bildquelle

Ein Blick in meine Vergangenheit beflügelt mich; ich sehe dort, was ich alles schon erreicht habe, wo ich hingekommen bin, was ich bewältigt und gelernt habe. Ich lerne aus meiner eigenen Vergangenheit. Ich sehe dort schöne Erinnerungen, wunderbare Menschen und meinen Weg, auf dem ich genau zu dem Menschen geworden bin, der ich heute bin…

Ich freu mich schon jetzt, wenn heute gestern sein wird, dann habe ich noch mehr schöne Erinnerungen:-) und JETZT  schaue ich wieder auf JETZT…:-)

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