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Japanisch

Wir waren gestern Abend ganz spontan in Japan, äh japanisch essen auf der „japanischen Meile“ in Düsseldorf. Vielleicht wisst Ihr es schon von meinem Beitrag hier, sonst erzähle ich es nochmal, in Düsseldorf leben die meisten Japaner ausserhalb Japans. Und ich finde, sie beleben das Stadtbild auf eine ganz wunderbare Art und Weise. Das Essen ist köstlich und ich liebe es, viele kleine Gerichte zu bestellen und damit vieles ausprobieren zu können. Im Kushi-Tei of Tokyo essen fast ausschliesslich Japaner – und die sollten  wissen, wo man gut japanisch ist:-). Es gibt einen offenen Grill, auf dem wunderbares Fleisch gegrillt wird, die allerbesten Calilfornia Rolls, die ich je in meinem Leben gegessen habe  und die Kellner und Kellnerinnen rufen sich lauthals – für uns- Unverständliches zu in diesem wunderbaren Singsang mit der – für uns- lustigen Betonung. Da könnte ich stundenlang zuhören. Ich mag die Japaner, sie sind sehr freundlich, lächeln  und lachen ganz viel. Ich habe ein wenig die Menschen an den anderen Tischen beobachtet, sie erzählen lebhaft und lachen und haben einfach Spass. Wir hatten einen grossartigen Abend.

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Die Nutella-Familie und andere Erziehungsweisheiten aus dem Urlaub:-)

Im Speisesaal auf Elba: Am Nachbartisch eine italienische Familie mit 2 Mädchen, ungefähr 4 und 7 Jahre alt. Beide sehr hübsch- wie die Mutter-, die 7 jährige allerdings bereits ziemlich pummelig, die 4 jährige zeigt schon Ansätze zum gleichen Körperbau. Mich wundert das ein wenig, da die Mutter sehr schlank ist und es kein „Familien-Essmuster“ zu sein scheint. Ich beobachte nicht weiter, bis auf einmal – die Familie war von mir unbemerkt gegangen- die Kleine wie eine Sirene schreiend und heulend wieder zurück in den Speisesaal gerannt kommt und sich trotzig und mutig zugleich  hinter unserem Tisch versteckt. Einen Moment später kommt der Vater mit schnellen Schritten  zurück zum Tisch und schnappt sich einem bösen Blick auf seine Tochter erst das Nutella-Brötchen, das auf ihrem Teller zurückgeblieben war und scheinbar der Grund ihren Unmut war und dann seine Tochter. Abgang…

Ich hätte fast schon gedacht, die Eltern wollten vermeiden, dass ihre leicht pummeligen Mädchen sich mit Nutella die Bäuche füllten; wenn ich nicht eben jene Nutellabrötchenfamilie 2 Stunden später am Strand entdeckt hätte und ich wirklich kopfschüttelnd folgende Situation beobachten konnte: die Kleine spielte friedlich und fröhlich im seichten warmen Meerwasser, bis ihre Mutter zu ihr ins Wasser kam und ihr ein Riesen-Sandwich aus dickem labbrigen Weissbrot regelrecht in den Mund stopfte. Die Kleine kam kaum zum Kauen und schon gab es den nächsten Bissen, die Backen wurde immer voller. Es war offensichtlich, dass sie keinen Hunger hatte. Doch die Mutter gab nicht auf, verstärkte ihre Bemühungen noch mit Schimpfen und der Gipfel war, als ich hörte: „Jetzt iss das endlich auf, DANN darfst Du spielen.“  Welches Ess-Muster wurde bei diesen Kindern wohl geprägt?

Ein anderes Beispiel der Kindererziehung erlebte ich mit einem deutschen Vater, der seinen ca. 4 jährigen Jungen auf dem Arm am Frühstücksbuffet entlangtrug und ihm vorschwärmte, wie reichhaltig alles sei und wie viel Auswahl es gäbe, guck mal hier und guck mal da. Als der Junge dann auf etwas zeigte, sagte der Vater streng: “ Nein, DU nimmst jetzt Naturjoghurt!“  – Eine kleine Portion Nutella hatte es dann wohl doch auf den Teller des Jungen geschafft, wofür er dann diese Ermahnung des Vaters- wieder in einem sehr strengen und belehrenden Ton- mit auf den Weg bekam: „Also DAS ist jetzt aber  eine absolute Ausnahme, nur weil Urlaub ist. Damit DAS mal klar ist. Zuhause ist dann wieder eine andere Welt! Hast Du das verstanden?“

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