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a perfect day

Heute ist so ein Tag, ein perfekter Tag, ich bin glücklich und fröhlich, dankbar und zufrieden, optimistisch, voll von Liebe und Freude und Gelassenheit – kurzum, ich bin so richtig „bei mir“. Und dafür gibt es nicht nur einen Grund, sondern ganz viele und auch dafür bin ich von Herzen dankbar. Und dann kam eben dieses Lied im Radio, wie passend! Ich möchte es mit Euch teilen und meine guten Gefühle an Euch weitergeben. Habt einen schönen Nikolaustag und eine wunderbare Vor-Weihnachtszeit.

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(Alles andere als) Alltäglichkeiten – Knöpfe

Alltäglichkeiten

Die sechste Woche ist in Luise-Lottes Projekts “Alltäglichkeiten” angebrochen und heute lautet das Thema “Knöpfe“; angeregt durch die Antwort auf meinen Kommentar bei Skriptum hab ich meine Knopf-Kisten wieder einmal herausgesucht. Eine Reise in die Vergangenheit, denn – wie die wenigsten von Euch wahrscheinlich wissen- habe ich vor vielen Jahren 5 Jahre lang bei Europas grösster Knopf-Firma gearbeitet. Ein scheinbar kleines Accessoire – und doch voll faszinierender Geschichten, unglaublich viele Arbeitsgänge bis zum fertigen Produkt und sehr viel Design und tolle Materialien.

Zu der Zeit war kein Knopf vor mir sicher- wenn ich etwas kaufte und die Knöpfe nicht schön waren, wurden neue Knöpfe angenäht, manchmal mehrmals, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Kaum zu glauben, wie sehr sich ein schwarzes Kleid verändert, ob es mit cremfarbenen Perlmuttknöpfen bestückt ist oder mit silberfarbenen Metallknöpfen oder einfach mit schwarzen Hornknöpfen… und wenn ich nicht schon die Knöpfe umgenäht hatte, dann gab es  immer jemanden von den Kollegen oder sogar den Chef persönlich, der sagte: „DA muss aber noch ein anderer Knopf dran“:-).

Wenn jemand aus der Firma heiratete, dann wurde nicht Reis, sondern dann wurden Knöpfe geworfen. Knöpfe waren wirklich lange Zeit meine Welt. Ich konnte nicht NICHT hinschauen, wenn jemand etwas mit Knöpfen trug und Reissverschlüsse waren natürlich total verpönt:-). Ich hab meine Umgebung damit manchmal ein bisschen wahnsinnig gemacht, oft angesteckt und meistens fasziniert.

Am meisten Spass machten die Kinderknöpfe, da gab es eine freiberfufliche Designerin, die nur Kinderdesigns machte. Den Weg von der Zeichnung über die Fertigung bis zum fertigen Knopf in Gang zu bringen, hat mir sehr viel Spass gemacht.

Knöpfe

Eine sehr kleine Auswahl von Kinderknöpfen…

Knöpfe (1)

Fantasie-Blumen, in verschiedenen Ausrüstungen

Knöpfe (3)

Metallknöpfe, die gefielen mir am Besten. Wir haben manchmal Ohrringe draus gebastelt:-).

Knöpfe (4)

Perlmutt – so vielseitig in den Farben… eine Handwerkskunst, den Glanz so hinzubekommen… Drehen, Polieren, Trommeln usw., das gehört alles dazu…

Knöpfe (5)

weitere Naturmaterialien sind Horn (hier auch hochwertiges Hornimitat) und Bein; die wunderschönen Steinnuss-Knöpfe mit der typischen Maserung habe ich leider nicht gefunden, die kann man wunderbar färben und mit Schriftzügen prägen…

Knöpfe (2)

Spritzguss-Knöpfe, darunter der Klassiker: der „Karnevalsknopf“ in Übergrösse…

Knöpfe (6)

…und besonders berührt war ich über dieses Geschenk, der wurde nämlich nicht für jeden gegossen… ein Riesenknopf zum Abschied… er hat einen Ehrenplatz und ist schon 2mal mit mir umgezogen seit dem…

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Gedankenkarussell – Das Leben

Für mich ist das Leben kein kurzer Kerzenstummel. Es ist eine Art wunderbarer Fackel, die ich für einen Moment halten darf.

George Bernard Shaw

Bildquelle

fackel

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Kindheitserinnerungen

Was hab ich als Kind unseren Garten geliebt – der Rasen war gepflegt und trotzdem ein Nutzrasen, und es wuchsen unendlich viele Gänseblümchen und Pusteblumen dort. Und dann war ich am freitags immer tief betrübt, wenn der Rasenmäher all meine schönen Blümchen wegmähte… zum Glück waren die nicht nachtragend und wuchsen immer wieder nach.

Daran musste ich denken, als ich neulich durch den wunderschönen Nordpark fuhr mit dem Fahrrad und diese Wiese sah:

Frühling (7)   Frühling (8)

Und diese Bäume, die erinnern mich auch immer an unseren Vorgarten. Ich sammelte einmal die Blätter für ein Herbarium in Biologie und beschriftete sie mit „Japanische Kirsche“, was mir meine Mutter geflüstert hatte – meine Biolehrerin war der Meinung, das sei FALSCH, jetzt weiss ich bis heute nicht genau, wie diese Bäume heissen; aber ich finde sie unglaublich schön, wenn sie so prachtvoll blühen:

Frühling (2)

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Gedanken zum Herbst

Der Oktober ist mein Monat und ich mag den Herbst mit seinen bunten wundervollen Farben und dem raschelnden Laub. Die Sonne wärmt noch tagsüber und abends macht es Spass, sich einzukuscheln…

Zu meinen Fotos „Herbst an der Nordsee“ habe ich jetzt noch ein schönes Herbstgedicht gefunden, das ich noch nicht kannte:

Herbst

Was unscheinbar
das ganze Jahr
die Arbeit tat,
das Laub, das Blatt,
erblüht und glüht
in lang verborgner Farbenpracht
.

Der Einzelne,
der Baum
nimmt seine Kraft an sich,

Läßt los, gibt ab,
damit das Blatt
in Schönheit zu sich selbst erwacht.

Des Frühlings Liebesblühn ist längst getan,
hat seinen Zweck schon früh erfüllt gehabt.
Der Herbst blüht nicht „um zu“,
gibt Schönheit , rein sich selbst zu offenbarn.

Was unscheinbar
das ganze Jahr
die Arbeit tat,
das Laub, das Blatt,
erblüht und glüht
in lang empfangner Sonnenpracht .

Der Einzelne, der Baum,
zieht sich zurück auf sich,
schließt ein, verwahrt,
Vermächtnis für die Zeit,
die nach dem Winter naht.

Das Laub indess erstrahlt so festlich schön:
als Kleid der Braut, die aufbricht heim zu ziehn,
zum Grund von dem sie kam,
als Lobpreis jener Macht die ihr entgegen geht.

Herbstliches Blüh´n!
Es tut gut dich zu seh´n.

1984 Jochen Sonn

Herbstlich geschmücktes Haus

Blick auf die Wattseite

Blick auf die Seeseite

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Gedankenkarussell – Schau, entdecke und staune!

Viele Jahre habe ich mitten  in einem Tourismus-Gebiet gewohnt und mit vielen vielen Touristen zu tun gehabt, netten, nervigen, neugierigen, gelangweilten, unfreundlichen, unverschämten und wertschätzenden… Der „treue“ Leser erinnert sich an meine Kundengeschichten:-). Und ich bin natürlich auch selbst jedes Jahr irgendwo als Tourist unterwegs gewesen. Kürzlich las ich in der „Happinez“ einen Artikel mit der Überschrift:

Schau, entdecke und staune!

Wir können auf Entdeckungstour in ferne Länder gehen und faszinierende Dinge erleben. Genauso spannend ist alerdings eine Reise zu unserem inneren Selbst. Und die erfordert mitunter noch viel mehr Mut, denn dort wartet das spannendste Abenteuer auf uns: die Begegnung mit dem eigenen Ich.“

Da schreibt ein Professor namens Jaap Lengkeek über den Tourismus,

„dass der Tourismus uns eine Mischung aus Spass, Spiel, Kindlichkeit und Aufgeschlossenheit bietet. Wenn wir in die Ferien fahren, wird unsere Welt auf den Kopf gestellt. Wir verlassen das Hamsterrad alltäglicher Gewohnheiten. Plötzlich eröffnet sich eine Spielfläche, eine Welt, weit weg von der vertrauten Umgebung. Eine Welt, die nur darauf wartet, erobert zu werden. Hier gibt es Raum für Neugier und Forscherdrang. Für Langeek ist der Tourismus eine Art Rückkehr in die Kindheit.“ […] „Laut Langkeek hat die ganze Tourismusindustrie nur einen Sinn:  Sie hilft Reisenden dabei, loszulassen und Abstand vom Alltag zu gewinnen. In sicherer Umgebung können Touristen wieder zu Kindern werden und genauso aufgeschlossen und neugierig um sich schauen. Und wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, der wird automatisch anfangen, zu entdecken.“

„Es gibt fünf Typen von Touristen, die wir als Entwicklungsphasen interpretieren können. Sie unterscheiden sich darin, wie stark man Bindungen eingeht, wie sehr man sich auf die Dinge einlässt, denen man begegnet. Die erste Phase ist die der oberflächlichen Vergnügungen. Als Touristen sind wir nur daran interessiert, Spass zu haben, wenn wir z.B. eine Woche mit Freunden in den Süden fahren. Die zweite Phase ist der Veränderung gewidmet: Wir reisen, um uns entspannen zu können, um dem Alltag zu entkommen und Abstand zu gewinnen. […] In der dritten Phase brechen wir auf, um die Welt zu sehen. […] In der vierten  Phase macht alles einen intensiven Eindruck auf uns, und wir erlauben es uns selbst, tief bewegt zu sein. […] Und in der fünften Phase engagieren wir uns. Wir helfen vielleicht dabei, ein Heim für spanische Strassenhunde zu bauen. Wir sind so tief berührt, dass wir keine Wahl haben – wir müssen handeln.“[…]

Und nun die Verbindung zu der Reise ins Innere: „Wenn wir also durch unser Leben reisen wie Touristen, wie neugierige und begeisterte Besucher in unserem eigenen, tiefen Sein, dann wird unser Leben zu einem einzigen grossen Abenteuer. Holen Sie die Fähigkeit, zu staunen, wieder in Ihr Leben.

Bildquelle

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Nostalgie

Ich bin ein Nostalgie-Mensch – jetzt weiss ich es. 50er, 60er Jahre – ein Traum. Die Mode – der Style. Das war die Zeit, als die Autos noch Rundungen und Charakter und Persönlichkeit hatten.

Lust auf mehr? Hier

Wir waren letztes Wochenende auf Schloss Dyck bei den Classic Days. Riesige Maisfelder und dazwischen freie Flächen mit Hun-der-ten von Oldtimern aus allen Epochen und Jahrzehnten, der Wahnsinn. Ich hätte noch 100 Fotos machen können:-). Dazu spielte und sang  eine Band im Original-Look Musik von Glenn Miller zum Mitswingen. Toller Sound.

Die Damen (und auch manche Herren) waren nostalgisch gekleidet- passend zum Jahrzehnt des Autos:-). Es gab Zelte, in denen man Vintage-Mode und alte Lederkoffer, Leder-Auto-Handschuhe und Pilotenkappen kaufen konnte. Ich fand es einfach nur grossartig. Ich bin ein Nostalgie-Mensch – jetzt weiss ich es:-)

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