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Lieben und Leben in St. Moritz

Einige von euch begleiten mich seit meiner Zeit in der Schweiz. Mein erster Blog war für mich so viel mehr als nur ein Blog. Ursprünglich wollte ich denen „zuhause“ einfach mitteilen, was ich so mache, wie es mir geht, wie mein Tag so aussieht. Es kam ganz anders, denn die „zuhause“, die schauten gar nicht rein, aber ich fand wunderbare Leser und Kommentatoren in der Blogwelt. Und ich schrieb nicht mehr nur über meinen Alltag, sondern auch über viele Themen, die mich berührten. Über Themen, die in meinem Alltag zu kurz kamen. Und dort konnte ich mich mit Gleichgesinnten darüber austauschen. Das war für mich sehr bedeutend.

Und als ich dann nach Düsseldorf zog, habe ich dann zwar meinen Blog gewechselt, aber den anderen noch immer online gelassen, er war und ist ein Teil von mir. Und ab und zu schau ich rein, in Artikel, in Kommentare, in die Statistiken. Und wundere und freue mich, dass ich noch immer zwischen 10- und 12.000 Klicks monatlich dort habe; der beste Tag mit weit über 1000 Klicks war der sogar 14.Februar 2011, fast ein Jahr nach meinem letzten Blogeintrag. Da habe ich mir jetzt mal angeschaut, welche Artikel und Themen denn so diese Klicks „verursachen“, die Top-Artikel aller Zeiten; und hier das schöne Ergebnis:

Es geht um Liebe, Freundschaft, Geben und Nehmen, Herz, Nächstenliebe und Worte, die das Herz berühren.

Aller Zeiten

Titel Aufrufe
Startseite / Archivseiten 237.478
Schöne Gedanken – Liebe ist… 27.526
Schöne Gedanken – Ich bin ich und du bist du 23.290
Schöne Gedanken – die kleinen Taten 8.454
About the author-Aktualisiert 29.06.09 7.772
Das kleine Reh und der Knabe – eine Metapher 7.528
Was ist Zufall und gibt es Zufall überhaupt? 7.518
Kindermund … 🙂 7.265
Schöne Gedanken – Urlaub 6.610
Lieb’ ist nicht Liebe 6.496
Unser Herz 6.407
Schöne Gedanken – Liebe ist… 6.099
Schöne Gedanken – Freundschaft 5.796
“Ruf der Steine” 5.665
Hochzeit des Jahres? 5.261
Schöne Gedanken – Worte, die das Herz berühren 5.151
Schöne Gedanken – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft 4.953
Schöne Gedanken – Liebe und Humor 4.813
Schöne Gedanken – Du bist einzigartig 4.580
Schöne Gedanken – Spiele… 4.376
Schöne Gedanken – aussergewöhnliche Menschen 4.170
Tagundnachtgleiche-Herzlich willkommen Herbst 3.940
Schöne Gedanken- wenn Dich jemand nicht so liebt… 3.678
Eigenliebe ist das Fundament für Nächstenliebe 3.557
Im Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen 3.490
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Ziemlich beste Freunde

Was für ein wunderbarer Film und dann noch eine wahre Begebenheit, in der allerletzten Einstellung sieht man die beiden Menschen, nach deren Geschichte der Film gedreht wurde – sehr berührend und schön.  Ich habe noch selten so gelacht in einem Film und das über teilweise wirklich raben“schwarzen“ Humor. Und dann noch die wunderbare Musik von Earth, Wind and Fire (September, ein ganz besonderes Lied für mich) Doch worum geht es überhaupt?

„Auf den ersten Blick würde man dies vom bitteren Thema des Films, das übrigens auf einer wahren Geschichte beruht, gar nicht erwarten: Der adelige Philippe (François Cluzet) ist nach einem Gleitschirmunfall vom Hals abwärts gelähmt, aber er ist auch so unvorstellbar reich, dass er sich jegliche Hilfe zur Alltagsbewältigung einkaufen kann. Der junge Driss (Omar Sy) ist nach einer abgesessenen Gefängnisstrafe ziel- und heimatlos. Bei François wird er nur vorstellig, um von diesem einen nötigen Bewerbungsstempel für die Weiterzahlung von Sozialhilfe zu bekommen. Nichts qualifiziert den rotzfrechen und unbekümmerten Mann für den freien Job als Pfleger, und dennoch bietet François ausgerechnet ihm eine zweiwöchige Probezeit an.

Der blaublütige Adelige und das schwarze Einwandererkind aus den Vorstadtghettos: Das Kino liebt seit jeher die Inszenierung solcher Gegensätze, und auch nur hier kann aus der Begegnung zwischen den Extremen der gesellschaftlichen Hierarchie der Traum einer unmöglichen Freundschaft entstehen. Entsprechend nutzt der Film jedes der immergleichen Stereotype – mit einer wirklich gelungenen Portion beißenden Humors. Der eine versteht unter „Berlioz“ den klassischen Komponisten, der andere den Wohnblock im tristen Sozialbauviertel. Der eine unterhält seit Monaten eine romantische Brieffreundschaft mit einer Unbekannten, der andere macht den Frauen innerhalb von fünf Minuten direkte Offerten. Die absurde Kunstmarktwelt des einen entlarvt der andere durch ein selbstgemaltes und teuer verkauftes Werk.

„Intouchables“ (dt. unberührbar) sind beide Protagonisten im doppelten Sinne. Einerseits stempelt sie der Originaltitel zu Außenseitern der französischen Gesellschaft: Philippe mit seiner Behinderung, weil er im reglosen Körper keine Berührung spürt, und Driss, weil er der niedrigsten gesellschaftlichen Klasse entstammt. Andrerseits – und hier zielt der Film auf den heimlichen Traum jedes Zuschauers – stilisiert die Geschichte dieses unterschiedliche Paar zu Unantastbaren, jeglicher gesellschaftlichen Kontrolle oder Beschränkung erhaben. Der Film beginnt folglich mit einer Verfolgungsjagd durch Paris, wo die beiden die Polizei auf ihre Fährte locken, um sich schließlich ungestraft von dieser eskortieren zu lassen – obwohl sie auf ungenierte Weise sämtliche Verkehrsregeln verletzt haben.

Ziemlich beste Freunde 3zoomicon

Unangreifbar ist Philippe durch sein Geld und Driss durch seine Lebensfreude und seine Zuversicht. Und damit ergänzen sie sich zu einem perfekten Gespann trotz aller existierenden Klassenunterschiede irgendwie zu besten Freunden, die aneinander wachsen: Der eine lernt Dalí zu kommentieren und der andere auf das Leben zu vertrauen. Und hier beginnt der andere Traum des Films, der Traum einer Gesellschaft, die trotz aller Dissonanzen und Divergenzen zusammenhält.“

Textquelle

„Die Geschichte der ungleichen Freunde ist durchweg einfühlsam und glaubwürdig inszeniert, die vielfältigen Probleme der beiden Hauptfiguren werden unverblümt dargestellt und auch Unangenehmes […] kehren die Filmemacher nicht unter den Tisch. […] Der französische Überraschungshit ist ein berührender Film über Freundschaft und Hoffnung, in dem ein schwieriges Thema mit angemessenem Ernst und dennoch mit jeder Menge Leichtigkeit angegangen wird.“
Anne Facompre: Filmstarts

Und hier gehts ab zum Trailer, allein der bringt mich jedes Mal schon unglaublich zum Lachen:

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