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Gedankenkarussell – und was ist Dein „Warum“?

Wie Menschen zum Handeln inspirieren

In meiner Arbeit mit Menschen geht es oft darum, aus welchen Gründen sie etwas tun oder eben nicht tun. Es geht darum, was Menschen motiviert, wie und für was sie sich entscheiden, welche Werte sie haben und wie sie diese leben können. Das Thema begleitet mich schon eine Weile, wie Ihr hier lesen könnt. Das Video ( Wie Menschen zum Handeln inspirieren) von Simon Sinek hat mich letzte Woche dazu sehr inspiriert,  mich selbst noch einmal ganz intensiv mit meinem „Warum“ zu verbinden…

Was das bedeutet? Da zitiere ich Simon Sinek: „Mit „Warum“ meine ich nicht  Profit. Profit ist immer nur ein Ergebnis. Mit „Warum“ meine ich, was ist Ihr Geschäftszweck? Was ist Ihr Anliegen? Was sind Ihre Glaubensgrundsätze? Warum existiert Ihre Organisation? Warum tun Sie, was Sie tun? Warum stehen Sie morgens auf? Und warum sollte sich jemand dafür interesssieren?

„Wenn Sie nicht wissen, warum Sie tun, was Sie tun, und Menschen darauf reagieren, warum Sie tun, was Sie tun, wie schaffen Sie es dann jemals Menschen dazu zu bewegen, für Sie zu stimmen, etwas von Ihnen zu kaufen oder noch wichtiger, loyal zu sein, und ein Teil von dem zu sein, was Sie tun? Nochmal, das Ziel ist nicht,  den Menschen, die brauchen, was Sie haben, dies zu verkaufen; das Ziel ist, an die Menschen zu verkaufen, die glauben, was Sie glauben. Das Ziel ist nicht einfach, Menschen einzustellen, die einen Job brauchen; es ist die Menschen einzustellen, die glauben, was Sie glauben.“

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Kindermund – schlaues Fritzchen:-)

Der Lehrer hat mit den Kindern Geografie.
Er sagt: „Jeden Montag stelle ich euch gleich in der Früh eine Frage! Wer die Frage richtig beantworten kann, hat bis Donnerstag frei!“

Nächsten Montag fragt er: „Wie viele Liter hat das Mittelmeer?“
Keiner weiss es.

Nächsten Montag fragt er wieder: „Wie viele Sandkörner hat die Sahara?“
Wieder weiss es keiner.

Nächsten Montag legt Fritzchen einen Euro auf den Lehrertisch. Der Lehrer fragt: „Wem gehört dieser Euro?“

Fritzchen schreit: „Mir! Und tschüss bis Donnerstag!“ 🙂

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Gedankenkarussell – Das Denken

Alles Gescheite mag schon siebenmal gedacht worden sein.
Aber wenn es wieder gedacht wurde, in anderer Zeit und Lage,
war es nicht mehr dasselbe.
Nicht nur Dein Denken, sondern vor allem das zu Bedenkende
hat sich unterdes geändert.

Ernst Bloch (Bank-Inschrift)

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Gedankenkarussell – Comitment“

„Solange Du nicht verpflichtet bist, ist da Zögern, Unentschlossenheit und Gelegenheit von Rückzug, immer Uneffektivität. Hinsichtlich aller Aspekte von Initiative und Kreation ist da eine elementare Wahrheit, die zu ignorieren zahllose Ideen und prachtvolle Pläne sterben lässt.

In dem Moment, in dem du dich wirklich verpflichtest, wird sich Vorsehung bewegen: Alle möglichen Formen der Unterstützung, die sonst niemals auftauchen, können dann erscheinen. Ein ganzer Strom von Ereignissen drängt aus dieser Entscheidung hervor. Unvorhergesehene Geschehnisse, Zusammentreffen und materielle Unterstützung, die niemand hätte sich erträumen können, richten sich zu deinem Vorteil in jeder Art und Weise vor dir auf.

Ich habe gelernt, einen von Goethes Zweiteilern tief zu respektieren: ‚Was immer du tun kannst oder wovon du träumen kannst, es zu tun tun, beginne es. Genialität hat Kühnheit und Kraft in sich.‘ „

Bill Murray, Leiter der schottischen Himalaya-Expedition

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Umsichtigkeit

Seit ein paar Wochen bin ich bei einem neuen Krankengymnasten; neulich sass ich da und er sagte: „Einen Moment noch, ich suche gerade Ihre Handtücher.“ ??? Meine Handtücher? Und schaute ich in den Schrank, den er öffnete, in dem in Reih und Glied die Handtücher seiner Klienten in mit Namen beschrifteten Fächern lagen, beeindruckend. Ich bekomme also wirklich immer „meine“ Handtücher und er spart einen Haufen Aufwand für ständiges Handtücher waschen, wirklich genial und umsichtig, findet Ihr nicht?

Und zuallererst kommt natürlich, dass er wirklich sehr gut in seiner Arbeit ist. Er fragte mich am Anfang: “ Was sind Sie bereit, für Ihren Rücken zu tun?“ Ich guckte ein wenig unschlüssig. Worauf er meinte: „Würden Sie täglich 5 bis 10 Minuten Übungen zuhause machen?“ Ich strahlte ihn an:“Sie haben mir grad das grösste Geschenk gemacht; ich hatte nämlich schon befürchtet, dass ich jetzt 3mal die Woche in ein Fitnessstudio müsste. Das mach ich nämlich gar nicht gern. Klar mach ich Übungen zuhause.“

Und nun zeigt er mir jedesmal ungllaublich gute wirkungsvolle und einfache Übungen für Zuhause, die ich nicht einmal alle jeden Tag machen soll und  nach denen ich mich jedes Mal ein Stück gerader und grösser fühle – er selbst scheint 2 m gross zu sein und hat die geradeste, natürlichste Körperhaltung, die man sich vorstellen kann. Da lebt jemand das, was er lehrt! Einfach klasse.

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Gedankenkarussel – Lernen und vergessen

Die Summe unserer Erkenntnis
besteht aus dem,
was wir gelernt,
und aus dem,
was wir vergessen haben.

Marie von Ebner-Eschenbach

Na, da besteht ja noch Hoffnung, ich vergesse täglich irgendetwas  … 🙂

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Gähnen ist …

…nicht nur ansteckend, sondern scheinbar auch sehr gesund. Ich  habe einen interessanten Artikel bei meiner Osteopathin gefunden, aus dem ich zitiere:

„Gähnen ist eines der besten Dinge, die Sie für
Ihr Gehirn tun können! – von Andrew Newberg

Auf geht`s: lachen Sie, wenn sie möchten (dabei werden sie Ihr Gehirn mehr unterstützen als beim lächeln), aber meine professionelle Meinung ist, dass gähnen eines der best behüteten Geheimnisse der Neurowissenschaften ist. Selbst meine Kollegen, die über Meditation, Entspannung und Stressreduktion an anderen Universitäten forschen, haben dieses kraftvolle, neuronal leistungssteigernde Werkzeug/Instrument bisher nicht erkannt. Wie auch immer, gähnen wird seit vielen Jahrzehnten bei Sprachtherapien als effektives Hilfsmittel zur Reduktion von Leistungsangst und Hypertonus im Rachenbereich eingesetzt.

Mehrere neue Studien mit Hilfe von Hirnszintigraphien haben gezeigt, dass gähnen eine eindeutige neuronale Aktivität in den Bereichen des Gehirns, welche direkt bei der Entstehung von sozialem Bewusstsein und der Bildung von Gefühlen der Empathie beteiligt sind, erzeugt. Eines dieser Bereiche ist der Precuneus.

In Übereinstimmung mit Forschern am Institut für Neurologie in London, sind wir ebenso der Meinung, dass der Precuneus eine zentrale Rolle für das Bewusstsein, die Selbstreflexion und die Gedächtniserinnerung spielt. Der Precuneus wird auch durch Yoga-Atmung stimuliert, was auch erklären hilft, warum unterschiedliche Formen der Meditation eine verstärkte Sensibilität für dieSelbstwahrnehmung bewirken.
Er ist auch eine der am stärksten betroffenen Regionen bei altersbedingten Erkrankungen und bei Aufmersamkeitsdefizit-Syndromen und es ist daher tatsächlich möglich, durch willentliches gähnen diesen wichtigen Teil des Gehirns zu unterstützen.

Aus diesen Gründen glaube ich, dass gähnen bei Körperübungen, Stressreduzierungsprogrammen, Wahrnehmungstraining, Gedächtnistraining, Psychotherapie und kompletativen, spirituellen Praktiken integrieret sein sollten. Und weil der Precuneus vor kurzem auch mit dem Spiegelneuronen-System in Verbindung gebracht wurde (das System, das uns dazu befähigt Gefühle und Verhalten anderer zu erkennen und mitzuschwingen) kann gähnen uns sogar unsere soziale Wahrnehmung, Mitgefühl und eine erfolgreiche Kommunikation mit anderen verbessern.

Warum bin ich so beharrlich mit meiner Erklärung? Wenn ich sie bitten würde diesen Artikel zur Seite zu legen und diese fabelhafte Übung, 10mal hintereinander zu gähnen, jetzt aus zu probieren, würden sie es wahrscheinlich nicht machen.
Selbst bei Seminaren, bei denen ich die überwältigend positiven Beweise des Gähnens vorlege, zögern die Hälfte der Teilnehmer wenn ich sie frage, ob sie mitgähnen möchten. Wenn ich sie überreden kann, fühlen sie den sofortigen Entspannungseffekt.

Tatsächlich tritt gähnen verstärkt bei Müdigkeit auf und es kann sein, dass das Gehirn uns auf behutsame Weise mitteilen möchte, das ein kleiner Erholungsschlaf notwendig ist. Andererseits lässt uns Beleuchtung ebenso gähnen, was nahe legt, das es ein Teil des Aufwachprozesses ist.

Aber gähnen bringt sie nicht nur schnell in einen Entspannungszustand sondern auch in einen Zustand der erhöhten Selbstwahrnehmung. Studenten gähnen im Unterricht nicht weil der Lehrer langweilig ist, sondern Gähnen „säubert“ das Gehirn von Schläfrigkeit und hilft auf diese Weise, bei wichtigen Themen aufmerksam bleiben zu können. Es reguliert das Bewusstsein und unsere Selbstwahrnehmung und hilft uns, stärker introspektiv und selbst wahrnehmend zu werden.

Gähnen entspannt Sie und bringt Sie schneller als andere Meditationstechniken die ich kenne, in einen Zustand der Wachheit. Und weil es neurologisch „ansteckend“ ist, ist es besonders leicht, es in Gruppen zu unterrichten. Eine meiner ehemaligen Studentinnen benutzte das Gähnen in weniger als 1 Minute um ihre streitsüchtigen Manager bei einem Seminar wieder friedlich zu stimmen. Warum? – weil gähnen Menschen hilft, ihr Verhalten mit anderen Menschen zuharmonisieren.

Die meisten Landsäugetiere gähnen, aber „ansteckend“ ist es nur zwischen Menschen, großen Menschenaffen, Makakeaffen und Schimpansen. Tatsächlich ist gähnen für Menschen so „ansteckend“, dass es sogar beim Lesen darüber eine Person dazu veranlassen kann. Hunde gähnen vor Angriffen, Olympia-Athleten gähnen vor ihrem Wettkampf und Fische gähnen bevor sie ihre Aktivitäten ändern. Wenn Sie eine optimale Gehirngesundheit erhalten möchten, ist es erforderlich zu gähnen. Diese Neurotransmitter regulieren unser Wohlbefinden, Sinnesfreudigkeit und das Beziehungsverhältnis zwischen Individuen. Wenn Sie also Vertrautheit fördern wollen, gähnen sie zusammen! 

In der Tat ist es äußerst schwierig andere Aktivitäten zu finden, die diese positiven Einflüsse auf die Funktionen des Gehirns haben. Meine Empfehlung ist einfach – gähnen sie täglich so oft wie möglich:

– wenn Sie aufwachen,
– wenn Sie mit einem schwierigen Problem bei der Arbeit konfrontiert sind,
– wenn Sie sich auf das Schlafen vorbereiten,
– wenn Sie sich ängstlich, zornig oder gestresst fühlen,
– gähnen sie vor einem wichtigen Gespräch,
– vor einer Prüfung,
– während sie meditieren oder predigen, weil es Ihre spirituelle Erfahrung
intensivieren wird.

Willentliches gähnen benötigt einfach nur ein bisschen Übung. Alles was Sie tun müssen, um ein intensives gähnen zu provozieren ist, es 6 oder 7 mal zu imitieren. Versuchen Sie es gleich und Sie werden beim 5. imitierten gähnen feststellen, dass sich ein echtes Gähnen entwickelt. Aber enden Sie hier nicht, denn beim 10. oder 11. gähnen werden Sie die Kraft des kleinen verlockenden Tricks spüren. Ihre Augen können zu tränen beginnen und Ihre Nase beginnt zu laufen, aber Sie werden sich auch als absolut präsent, unglaublich entspannt und sehr wach fühlen. Nicht schlecht für etwas, dass man in weniger als 1 Minute tun kann.“

NEWBERG, Andrew & WALDMAN, Robert
How God changes your brain
Ballantine Books, New York 2009

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