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Gedankenkarussell – Empathie

Empathie ist die Fähigkeit,

  • sich in andere Menschen hinein versetzen zu können
  • fremdes Erleben nachzuvollziehen
  • einen Perspektivwechsel vorzunehmen die Gedanken, Gefühle, Sichtweisen,Bedürfnisse, Werte und Absichten anderer Personen zu verstehen
  • mit Fingerspitzengefühl für zwischenmenschliche Beziehungen und Emotionales voran zu gehen

Empathie ist nicht gleich Sympathie

Sich in die Gedanken – oder Gefühlswelt eines anderes hinein zu versetzen, hat nichts damit zu tun, ob ich sie oder ihn mag. Es geht vielmehr um meine Präsenz für den anderen; es geht darum, sich einfühlen, ohne zu bewerten.

Empathie ist nicht Zustimmung

Ich muss keineswegs einer Meinung mit der anderen Person sein, um sie zu verstehen. Auch wenn ich das Verhalten eines anderen nicht gutheißen, kann ich aber nachvollziehen, was ihn oder sie antreibt, motiviert und prägt.

Empathie ist nicht Passivität

Empathisch zu sein bedeutet nicht, wie ein nasser Waschlappen ohne eigene Bedürfnisse und eigenen Ausdruck zu bleiben. Empathie ist ein aktiver Prozess der Präsenz, des Zuhörens, des Beobachtens und des inneren sich Öffnens für jemand anderen als mich selbst.

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Und für mich gehört zu Empathie eine gesunde, fast kindliche Neugier, das echte Interesse an anderen Menschen, Respekt, Achtung und Wertschätzung anderen gegenüber und nicht zuletzt ein grosse Portion Toleranz.  Es geht nicht um gutheissen, sondern um verstehen. Und für mich gilt: wenn ich verstehe, WARUM jemand etwas tut, dann ist es für mich (meistens, natürlich nicht bei Verbrechen usw.) ok, auch wenn ich es anders machen würde. Deshalb ist Empahtie für mich -persönlich und beruflich – sehr wichtig und WERTvoll. Sie ist für mich die Basis für gute Beziehungen.

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empathie

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Gedankenkarussell – Das Denken

Alles Gescheite mag schon siebenmal gedacht worden sein.
Aber wenn es wieder gedacht wurde, in anderer Zeit und Lage,
war es nicht mehr dasselbe.
Nicht nur Dein Denken, sondern vor allem das zu Bedenkende
hat sich unterdes geändert.

Ernst Bloch (Bank-Inschrift)

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Gedankenkarussell – Lachen und Lächeln

Lachen und Lächeln
sind Tor und Pforte,
durch die viel Gutes
in den Menschen
hineinhuschen kann.

Christian Morgenstern

Bildquelle (hinter der übrigens eine tolle fröhliche Idee steckt)

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Gedankenkarussel – Wunder

Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur,
sondern im Widerspruch zu dem,
was wir von der Natur wissen.

Aurelius Augustinus

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Was ist eigentlich Coaching – Fortsetzung

Hier hatte ich eine Fortsetzung angekündigt über meine Erfahrungen bei den Kurzcaochings auf der Messe Zukunft Personal in Köln.

Ein netter junger Mann wollte den Coaching-Gutschein einlösen.  Ich fragte ihn nach seinem Anliegen und er wollte eigentlich nur wissen, wie er NLP-Elemente in seine tägliche Arbeit als Personalreferent einbauen könne… Da das nun in dem Moment der Auftrag war, erzählte ich ihm ein bisschen von meinen Erfahrungen und „plauderte aus dem Nähkästchen“, er hörte aufmerksam und interessiert zu, stellte Fragen und an einer Stelle sah ich in seinem Gesichtsausdruck eine deutliche Veränderung und genau – dann kam es: „Ich habe da doch ein Thema… ich habe da einen Mitarbeiter… und der macht immer… und er behandelt mich, als wenn… Und was mich eigentlich dabei stört ist… Was würde Sie mir denn da jetzt raten?“ Coaching ist ja eben keine Beratung, sondern es geht darum, die Lösungen des Coachees zu finden und auf den Weg zu bringen, also fragte ich einfach zurück: „Mal ganz unabhängig von irgendwelchen Konsequenzen- was würden Sie denn am liebsten tun?“

Und da floss es geradezu aus ihm heraus: „Ich würde am liebsten sagen, und dann würde ich erklären, und dann…“. Ich liess ihn ausreden und fragte ihn: „Und wie würde Ihr Mitarbeiter reagieren und wie könnte er das annehmen?“ „Der fände das gut; der könnte das gut annehmen und dann würde er verstehen… “ Kleine Pause und dann die Erkenntnis: „Vielleicht fehlt ihm einfach diese Information, er sieht vielleicht gar nicht, was ich mache und deshalb verhält er sich so.“ Ich fragte weiter: „Und was steht dem jetzt noch im Wege, das genau so zu tun?“ „Nichts. So werde ich das jetzt machen. Danke!“ Er war sichtlich erleichtert und froh, eine Lösung zu haben. Ich antwortete lächelnd: „Na, dann ist das ja doch noch ein Coaching geworden.“ Er nickte fröhlich und fragte nachdenklich: „Und was genau haben Sie eigentlich gemacht?“ – „Ich habe nur ein paar Fragen gestellt.“ – „Und welche waren das nochmal?“ 🙂

DAS sind für mich die effektivsten Coachings, wenn sich der Coachee am Ende nicht mehr an den „Prozess“ erinnert; meine Erfahrung hat gezeigt, dass dann wirklich etwas nachhaltig verändert ist. Und die Lösung, die kam nicht von mir, die hatte er bereits in sich.

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Was ist eigentlich Coaching?

Wie ich bereits hier schrieb, war ich am Donnerstag auf der Messe „Zukunft Personal“ und habe dort mit einigen Kollegen kostenlose Kurzcoachings angeboten. Ich hätte nicht gedacht, dass das soviel Zuspruch findet – die meisten Menschen haben auf Messen doch keine 20-30 Minuten Zeit… denkste. Als Besucher traf ich auf die unterschiedlichsten Menschen; junge Leute, die auf Jobsuche waren; Interessierte an persönlicher Weiterbildung; Trainer-und Coach-Kollegen und Personaler auf der Suche nach Input für ihr Unternehmen, ihren Job. Sehr abwechslungsreich und sehr spannend. Und genauso abwechslungsreich und spannend waren auch die Coaching-Sessions:

Da war dieses nette junge Mädchen, dass mit den Worten begann: „Ich möchte das mal ausprobieren…“. Ja klar, gern. Was ist denn Ihr Thema? „Äh, ich weiss nicht, schlagen SIE doch mal was vor.“  – nun ja, mein Ausbilder sagte immer „Ohne Kopp kein Passbild – ohne Ziel/Thema/Auftrag kein Coaching.“ Sie erzählte dann von einem Bewerbungsgespräch, bei dem sie sich von den Fragen „total durchlöchert“ gefühlt hätte. Auf meine Frage, wie sie sich stattdessen fühlen wolle, anwortete sie „Nicht durchlöchert.“ Ich erklärte ihr den Vorteil von positiv formulierten Zielen… und wir hatten dann ein gutes Gespräch, ob es ein Coaching war, vermag ich nicht zu beurteilen. Sie hat sich auf jeden Fall nachher sehr herzlich bedankt.

Ein älteres Paar kam sehr schwungvoll auf mich zu. ER sagte zu mir: „SIE möchte ein Coaching, ich halte sehr viel von NLP.“ Und zu IHR sagt er:“ Und Du nimmst dann das Thema, das wir besprochen haben!“ Sie nickte brav, lächelte mich an und ich konnte es mir nicht verkneifen, SIE freundlich lächelnd zu fragen:“ Sie sind schon  freiwillig hier, oder?“ Sie lächelte weiter und bestätigte noch einmal, dass ER will, dass Sie das Coaching macht. Ich klärte sie dann auf, wie und warum es wichtig ist, dass das Thema etwas ist, dass auch SIE besprechen, klären, verändern, lernen will. Sie nickte und los gings. Sie war eine wunderbare ausdrucksvolle Frau mit langen weissen Haaren, Ärztin wie sie erzählte, sie hatte einen wunderbaren Dialekt (ich vermute ungarisch) und ER war ihr Bruder, was sie extra betonte.

SEIN Thema war unser Ausgangspunkt, und ich fragte sie erst einmal, ob ihr Verhalten, was IHN so stört, auch sie selbst störe. Nein, das störte sie nicht besonders, doch durch meine Fragen kamen wir dann der eigentlichen „Sache“ auf den Grund… es hatte etwas mit ihrer Rolle als grosse Schwester zu tun und wir haben uns ein bisschen mit ihr als 12 jährigen „beschäftigt“. Ich vermutete, dass sie sich nicht einfach so von jemandem etwas sagen lassen würde, also  schlug ich ihr vor, als sie selbst als die Frau, die sie heute ist, mit all ihrer Lebenserfahrung ihrem 12jährigen Ich das zu sagen, was sie selber glaubte, was die Kleine brauchen könne…und das war ganz wundervoll; an ihrem Gesicht und ihrer immer mehr entspannten Körperhaltung konnte ich erkennen, dass sich da wirklich etwas sehr positiv veränderte.  Als ich sie am Ende fragte, wie es ihr jetzt ginge, hatte sie ein bezauberndes fröhliches Lächeln auf dem ausdrucksvollen Gesicht und strahlte:“Ich spüre jetzt eine grosse Wärme in mir, die vorher nicht da war.“ … DAS sind mindestens die Momente, in denen ich meinen Beruf so sehr mag…

Fortsetzung folgt…

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Gedankenkarussell – Schau, entdecke und staune!

Viele Jahre habe ich mitten  in einem Tourismus-Gebiet gewohnt und mit vielen vielen Touristen zu tun gehabt, netten, nervigen, neugierigen, gelangweilten, unfreundlichen, unverschämten und wertschätzenden… Der „treue“ Leser erinnert sich an meine Kundengeschichten:-). Und ich bin natürlich auch selbst jedes Jahr irgendwo als Tourist unterwegs gewesen. Kürzlich las ich in der „Happinez“ einen Artikel mit der Überschrift:

Schau, entdecke und staune!

Wir können auf Entdeckungstour in ferne Länder gehen und faszinierende Dinge erleben. Genauso spannend ist alerdings eine Reise zu unserem inneren Selbst. Und die erfordert mitunter noch viel mehr Mut, denn dort wartet das spannendste Abenteuer auf uns: die Begegnung mit dem eigenen Ich.“

Da schreibt ein Professor namens Jaap Lengkeek über den Tourismus,

„dass der Tourismus uns eine Mischung aus Spass, Spiel, Kindlichkeit und Aufgeschlossenheit bietet. Wenn wir in die Ferien fahren, wird unsere Welt auf den Kopf gestellt. Wir verlassen das Hamsterrad alltäglicher Gewohnheiten. Plötzlich eröffnet sich eine Spielfläche, eine Welt, weit weg von der vertrauten Umgebung. Eine Welt, die nur darauf wartet, erobert zu werden. Hier gibt es Raum für Neugier und Forscherdrang. Für Langeek ist der Tourismus eine Art Rückkehr in die Kindheit.“ […] „Laut Langkeek hat die ganze Tourismusindustrie nur einen Sinn:  Sie hilft Reisenden dabei, loszulassen und Abstand vom Alltag zu gewinnen. In sicherer Umgebung können Touristen wieder zu Kindern werden und genauso aufgeschlossen und neugierig um sich schauen. Und wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, der wird automatisch anfangen, zu entdecken.“

„Es gibt fünf Typen von Touristen, die wir als Entwicklungsphasen interpretieren können. Sie unterscheiden sich darin, wie stark man Bindungen eingeht, wie sehr man sich auf die Dinge einlässt, denen man begegnet. Die erste Phase ist die der oberflächlichen Vergnügungen. Als Touristen sind wir nur daran interessiert, Spass zu haben, wenn wir z.B. eine Woche mit Freunden in den Süden fahren. Die zweite Phase ist der Veränderung gewidmet: Wir reisen, um uns entspannen zu können, um dem Alltag zu entkommen und Abstand zu gewinnen. […] In der dritten Phase brechen wir auf, um die Welt zu sehen. […] In der vierten  Phase macht alles einen intensiven Eindruck auf uns, und wir erlauben es uns selbst, tief bewegt zu sein. […] Und in der fünften Phase engagieren wir uns. Wir helfen vielleicht dabei, ein Heim für spanische Strassenhunde zu bauen. Wir sind so tief berührt, dass wir keine Wahl haben – wir müssen handeln.“[…]

Und nun die Verbindung zu der Reise ins Innere: „Wenn wir also durch unser Leben reisen wie Touristen, wie neugierige und begeisterte Besucher in unserem eigenen, tiefen Sein, dann wird unser Leben zu einem einzigen grossen Abenteuer. Holen Sie die Fähigkeit, zu staunen, wieder in Ihr Leben.

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